Mordfall Kristina H. : Polizei bittet weiter um Mithilfe

Zwei Monate nach dem Fund des Koffers mit dem verbrannten Körper Kristinas hat die Berliner Polizei immer noch keine Spur. Nun bittet sie nochmals um die Mithilfe der Bürger.

BerlinFast zwei Monate nach der Tat hat die Polizei erneut die Berliner um Mithilfe bei der Aufklärung des Mordfalls Kristina gebeten. Derzeit gebe es 371 Hinweise, sagte ein Polizeisprecher. Doch noch immer habe man keine konkrete Spur und suche daher weiter Zeugen. Zuletzt hatten die Ermittler ein Stück Stoff im Brandschutt gefunden, das vermutlich aus einer zu DDR-Zeiten produzierten Diwandecke stammt.

Die Schülerin war am Abend des 16. April bei lebendigem Leib im Neuköllner Park Thomashöhe verbrannt worden. Die Täter hatten das Mädchen, das den Ermittlungen zufolge in der Drogenszene verkehrte, in einen Rollkoffer gezwängt, den sie mit Benzin übergossen und anzündeten. Die Polizei geht davon aus, dass die Jugendliche zum Tatzeitpunkt unter Drogen stand und nicht mehr reagieren konnte.

10.500 Euro als Belohnung

Am Abend der Tat waren zwei Männer an der Ecke Hermann-/Silbersteinstraße und kurze Zeit später mit einem Rollkoffer in unmittelbarer Nähe des Parks gesehen worden. Sie sollen südländischen Typs und etwa 20 bis 25 Jahre alt sein. Laut Zeugenaussagen sind sie 1,70 bis 1,80 Meter groß und schlank. Beide haben kurze, dunkle Haare. Einer trug eine Baseballmütze und eine rote, dünne Windjacke.

Für Hinweise, die auch vertraulich behandelt werden können, ist eine Belohnung in Höhe von bis zu 10.500 Euro ausgelobt worden. (mit ddp)

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