Motorradfahrer beim Linksabbiegen erfasst : Geldstrafe für Autofahrer nach tödlichem Unfall

Ein 30-jähriger Mann ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er beim Linksabbiegen einen Motorradfahrer angefahren hat. Die überwiegende Schuld sah das Verkehrsgericht aber beim verstorbenen Motorradfahrer.

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Der Autofahrer hatte das Tempo des Motorradfahrers falsch eingeschätzt: Nach einem tödlichen Unfall beim Linksabbiegen muss ein Krankenpfleger 1200 Euro Strafe zahlen. Der 30-Jährige hatte den Kradfahrer erfasst, als er am 22. Oktober 2011 mit seinem Renault in die Dallgower Straße in Spandau abbog. Allerdings treffe den Motorradfahrer wegen seines viel zu hohen Tempos die überwiegende Schuld, begründete ein Verkehrsgericht am Dienstag im Prozess um fahrlässige Tötung die relativ milde Strafe.

Der Krankenpfleger war mit seiner Familie unterwegs, als er bei grüner Ampel abbiegen wollte. Er sah zwei entgegenkommende Motorräder. Sie schienen ihm weit genug entfernt. Doch einer der beiden Fahrer beschleunigte und war mit bis zu 90 statt der zulässigen 50 Stundenkilometer unterwegs. Der Angeklagte habe es versäumt, den Gegenverkehr ausreichend zu beachten, hieß es. Wenn das Tempo eines nahenden Fahrzeugs schwer einzuschätzen ist, sei anzuhalten.

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