Mutmaßlich rassistischer Übergriff : 32- Jähriger soll auf Angolaner eingeprügelt haben

Ein 32-Jähriger soll mit seinen zwei Begleitern einen Angolaner rassistisch beleidigt und auf ihn eingeschlagen haben. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Das Opfer konnte noch nicht vor Gericht erscheinen.

Nach einem mutmaßlich rassistischen Übergriff auf einen Angolaner muss sich ein 32-jähriger Mann wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Im November vergangenen
Jahres soll er mit zwei Begleitern im U-Bahnhof Osloer Straße den Afrikaner als „Nigger“ beschimpft und ihm dann mehrere Faustschläge gegen den Kopf verpasst haben.

Das Opfer blutete nach der Attacke am Mund und hatte Schmerzen im Gesicht. Zum Prozessauftakt am Mittwoch vor dem Amtsgericht Tiergarten bestritt der Angeklagte den Vorwurf.

Nach seiner Aussage waren er und seine beiden Begleiter betrunken, als sie dem späteren Opfer begegneten. Einer der beiden Männer habe in Deutsch etwas zu ihm gesagt, was dieser aber nicht verstanden habe.

Der Angeklagte beobachtete nach eigenen Angaben, wie das spätere Opfer seinen Begleiter mit einem Besen „tangierte“ und dieser dem Angolaner dann einen Schlag versetzte.

Dann sei der Angeklagte auf die Streitenden zu, um die „Auseinandersetzung zu stoppen“ und wurde ebenfalls mit dem Besen geschlagen. Vor Gericht räumte der 32-Jährige ein, dass das spätere Opfer offenbar in diesem Moment einen Angriff von ihm fürchtete.

Er habe sich dann nur verteidigt und die Hände hoch gehalten, aber nicht zugeschlagen. Der Anklage nach wurde der Angolaner im Einverständnis mit dem Angeklagten von dessen Begleiter zunächst rassistisch beleidigt. Der zweite Begleiter, ein bislang unbekannter Mittäter, soll den 35-Jährigen dann mit der Faust geschlagen haben, woraufhin auch der Angeklagte zugeschlagen haben soll.

Das Opfer konnte wegen einer Erkrankung nicht vor Gericht erscheinen. Wann der Prozess mit der Befragung des Angolaners fortgesetzt wird, stand noch nicht fest. (dapd)

0 Kommentare

Neuester Kommentar