Nach Anschlag auf Heim in Berlin-Marzahn : Sieben Wohnungen durchsucht - Beweise gefunden

Nach dem Anschlag auf das Flüchtlingsheim am Blumberger Damm wurden Dienstagmorgen die Wohnungen von sieben Verdächtigen durchsucht. Dabei wurden Holzlatten gefunden, die beim Anschlag verwendet wurden.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Knapp drei Wochen nach einer versuchten schweren Brandstiftung am Flüchtlingsheim am Blumberger Damm haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstmorgen sieben Wohnungen durchsucht. Wie berichtet, waren in der Nacht des 20. August neun brennende Holzlatten über den Zaun des Flüchtlingsheims geworfen worden. Nach der Tat waren drei Verdächtige festgenommen worden.

Offenbar verdächtigt die Polizei noch mehr Personen, in den Anschlag verwickelt zu sein. In Hellersdorf, Neu-Hohenschönhausen, Marzahn und Köpenick wurden die Wohnungen von sieben Tatverdächtigen durchsucht. Dabei handelt es sich um vier Männer und drei Frauen im Alter von 22 bis 39 Jahren. Es wurden Computer, Mobiltelefone, Festplatten und "mögliche Tatkleidung" beschlagnahmt. Bei einem 31-Jährigen wurden eine indizierte Rechtsrock-CD und "Holzlatten, wie sie bei der Tat verwendet worden waren", so die Polizei, gefunden.

In der Nacht nach den Wohnungsdurchsuchungen wurde eine Bengalofackel auf eine erst am Dienstag eröffnete Flüchtlingsunterkunft am Glambecker Ring geworfen. Diese Unterkunft befindet sich in fußläufiger Entfernung zum Flüchtlingsheim am Blumberger Damm. Der Polizeiliche Staatsschutz hat auch in diesem Fall die Ermittlungen übernommen. Laut Polizei wird geprüft, ob ein Zusammenhang zwischen den Wohnungsdurchsuchungen und dem Bengalowurf besteht.

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