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Nach Revision : Ehefrau von Drogenarzt zahlt 2700 Euro

Im Mai 2010 ist ein Berliner Arzt zu fast fünf Jahren Haft verurteilt worden, nachdem zwei seiner Patienten nach einer Behandlung mit Drogen gestorben waren. Nun wurde auch die Ehefrau des Arztes zu einer Geldstrafe verurteilt. Sie soll den Patienten die Drogen ausgehändigt haben.

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Die Ehefrau des verurteilten Arztes und Psychotherapeuten Garri R., der für den Drogen-Tod zweier Patienten verantwortlich ist, muss eine Geldstrafe von 2700 Euro zahlen. Die Krankengymnastin hatte bei der Sitzung 2009 mit zwölf Patienten illegale Substanzen verteilt, die ihr Mann gemixt hatte. Das Amtsgericht Tiergarten sprach sie am Montag der Beihilfe zum Überlassen von Betäubungsmitteln schuldig. Der Prozess verlief ohne Streit und war schnell beendet. Es ging lediglich um die Höhe der Strafe. Zunächst waren im November per Strafbefehl 100 Tagessätze zu je 50 Euro verhängt worden. Durch ihren Einspruch erzwang die vierfache Mutter mit geringem Einkommen eine Verhandlung. Bereits im Mai war ihr Mann wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu vier Jahren und neun Monaten Haft und lebenslangem Berufsverbot als niedergelassener Arzt und Therapeut verurteilt worden. Der Verfechter der obskuren „Psycholytischen Therapie“ hatte bei der Sitzung versehentlich eine Überdosis Ecstasy abgewogen. Zwei 28 und 59 Jahre alte Männer starben.

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