Nach Sprung aus Fenster : Vater noch immer auf Intensivstation

In der Nacht zu Mittwoch war ein Vater mit seinem Sohn in der Schönhauser Allee aus einer Wohnung im dritten Stock gesprungen. Der 38-Jährige liegt noch immer auf der Intensivstation, der gesundheitliche Zustand des Sohnes ist stabil.

Ein Rettungswagen im Einsatz. (Symbolfoto)
Ein Rettungswagen im Einsatz. (Symbolfoto)Foto: dpa

Der Gesundheitszustand des 38-jährigen Israeli, der mit seinem Sohn auf dem Arm drei Stockwerke in die Tiefe gesprungen war, ist noch immer kritisch. Er wird weiter auf der Intensivstation behandelt, sagte eine Sprecherin der Polizei am Freitag.

Der fünfjährige Sohn befinde sich noch im Krankenhaus, er sei bei dem Sprung aber nicht lebensgefährlich verletzt worden.

Die Hintergründe der Verzweiflungstat sind noch immer unklar. Der Mann hatte im Februar schon einmal eine ähnliche Tat begangen und sich mit seinem Sohn auf das Dach eines Kinos abgeseilt, das neben seinem Wohnhaus liegt. Damals konnte er von Polizeibeamten dazu bewegt werden, dass Dach freiwillig zu verlassen. Verletzt wurde niemand.

Der alleinerziehende Vater wurde damals vom Jugendamt betreut, das Kind in Obhut genommen - bis beide nach Israel auswanderten. Dass sich die Familie wieder in Berlin befand, war den Behörden nicht bekannt. Das Jugendamt Pankow werde erneut Maßnahmen zum Schutz des Kindes einleiten, versicherte die Bezirksstadträtin für Jugend, Christine Keil (Die Linke) am Mittwoch. (ssch)

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