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Nach Unfall in Chemie-Unterricht in Berlin : Verletztem Jugendlichen geht es besser

Der 17-Jährige, der bei einem missglückten Versuch im Chemieunterricht schwer verletzt wurde, wird nicht mehr künstlich beatmet. Währenddessen sollen jetzt Spezialisten vom Landeskriminalamt klären, wie genau es zu dem Unfall kam.

von und Martin Niewendick
So sieht eine Pharaoschlange aus, wenn sie gelingt: Emserpastillen in Holzasche, mit Brennspiritus beträufelt und angezündet, ergeben scharze Wülste aus Kohlenstoff.
So sieht eine Pharaoschlange aus, wenn sie gelingt: Emserpastillen in Holzasche, mit Brennspiritus beträufelt und angezündet,...Foto: Chids.de - Chemie in der Schule

Der am vergangenen Dienstag im Chemieunterricht verunglückte Jugendliche ist offenbar auf dem Weg der Besserung: Wie ein Sprecher des Unfallkrankenhauses Berlin dem Tagesspiegel mitteilte, wird der 17-Jährige nun nicht mehr künstlich beatmet. "Die Ärzte sind vorsichtig optimistisch", sagte der Sprecher.

Währenddessen hat die Berliner Polizei Kriminaltechniker des Landeskriminalamtes damit beauftragt, den Aufbau und die Durchführung des missglückten Chemie-Experiments im Heinrich-Schliemann-Gymnasium in Prenzlauer Berg zu rekonstruieren. Dabei wollen die Experten herausfinden, was genau zu dem Unfall am vergangenen Dienstag geführt hat.

Bei dem Experiment hatten die Schüler versucht, eine so genannte Pharaoschlange herzustellen. Dabei sollte durch eine chemische Reaktion ein stark aufquellendes Aschegebilde erzeugt werden, das an eine Schlange erinnert. Ein Chemielehrer hatte Aufsicht geführt. Der Versuch ging allerdings schief: Es entstand eine Stichflamme, die drei Schüler verletzte, einen von ihnen schwer. Etwa acht Prozent seiner Haut seien betroffen, hieß es zunächst. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

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