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Nach Unfall mit neun Verletzten : Berliner Stadtautobahn A100 wieder freigegeben

Nach zehn Stunden ist die A100 wieder frei - mit reduziertem Tempo. Die Polizei stellte sechs der sieben Unfallfahrzeuge sicher.

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Unfall auf der A100 - Sachsendamm bei der Abfahrt zur Alboinstraße.
Unfall auf der A100 - Sachsendamm bei der Abfahrt zur Alboinstraße.Foto: Rolf Brockschmidt

Auf der Stadtautobahn A100 in Richtung Süden hat sich am Montagvormittag unmittelbar hinter der Abfahrt Alboinstraße ein schwerer Verkehrsunfall mit sieben beteiligten Fahrzeugen ereignet. Dabei wurden neun Menschen verletzt. Vier von ihnen erlitten leichte Blessuren. Von den fünf Schwerverletzten schwebten zwei in Lebensgefahr.

Nach dem Unfall, der gegen 10.10 Uhr geschah, war die Autobahn in dem betroffenen Bereich für zweieinhalb Stunden komplett gesperrt, damit die Rettungskräfte sicher arbeiten und ihre Technik heranholen konnten. In südlicher Richtung dauerte die Sperrung bis 20.25 Uhr am Abend an, danach wurde die Strecke mit auf 60 km/h reduzierter Höchstgeschwindigkeit wieder freigegeben. Tagsüber wurde der Verkehr von der A100 in Richtung Süden am Kreuz Schöneberg abgeleitet. Auf den Stadtstraßen ringsum brach der Verkehr zeitweise zusammen.

Unfallfahrzeuge sichergestellt

In die Karambolage verwickelt waren ein Lastwagen mit Anhänger der Supermarktkette Edeka, ein Hausmüll-Lkw der BSR sowie fünf Pkw, darunter ein Taxi. Sechs der sieben Unfallfahrzeuge wurden nach Auskunft der Polizei sichergestellt, damit sie von Sachverständigen untersucht werden können. Besonders schwer verletzt sein soll mindestens einer der BSR-Männer aus dem Müllwagen, der im Verlauf des Unfalls auf den Edeka-Lastzug aufgefahren war.

Die Feuerwehr musste zwei der Männer aufwändig aus dem BSR-Laster befreien, sie waren eingeklemmt worden. Die Retter waren mit einem Großaufgebot von rund 50 Beamten und mehr als einem Dutzend Fahrzeugen einschließlich einem Kran angerückt. Auch ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz.

Auslöser war ein Styroporblock

Zur Unfallursache und den genauen Hergang will sich die Polizei frühestens am Dienstag äußern. Der Unfallort wurde umfangreich vermessen, um die Abläufe zu klären, hieß es nur. Möglicherweise wurde die Katastrophe durch einen dunkelgrauen, etwa ein Meter mal ein Meter großen und geschätzt 20 Zentimeter hohen Styroporblock ausgelöst, der nach dem Unfall auf der mittleren Fahrspur gefunden und von der Polizei sichergestellt wurde.

Er ist aus der Ferne nicht als Styropor erkennbar, sondern wirkt eher wie ein Betonblock. Möglicherweise ist er von einem vorausfahrenden Fahrzeug heruntergefallen, nachfolgende Wagen wollten ausweichen, wobei es zur Karambolage kam – eine mögliche, von den Ermittlungen der Polizei aber bisher nicht bestätigte Hypothese. Im Präsidium hieß es, man werde sich wohl am Dienstag mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit wenden.

Sperrung auf dem Stadtring nach schwerem Unfall.
Sperrung auf dem Stadtring nach schwerem Unfall.Foto: VIZ

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