Nach Unfallflucht in Berlin-Moabit : Minzgrüner Unfallwagen gefunden - Opfer außer Lebensgefahr

Am 14. April beging eine Autofahrerin Unfallflucht, nachdem sie in Alt-Moabit einen Mann lebensgefährlich verletzt hatte. Nun wurde der Unfallwagen gefunden - noch ist nicht klar, ob die Besitzerin beim Unfall am Steuer saß.

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Ein Polizeiwagen im Einsatz. (Symbolbild)
Ein Polizeiwagen im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Der mintgrüne VW Polo sei bereits am vergangenen Freitag unweit des Unfallorts in der Straße Alt-Moabit entdeckt worden, teilte die Polizei am Mittwochmittag mit. Das Fahrzeug wurde beschlagnahmt; es war mit gestohlenen Kennzeichen versehen. Die Besitzerin des Wagens ist eine 27-Jährige aus Berlin.

Die Frau wurde von der Polizei vernommen, hat sich aber nach Angaben eines Sprechers bislang nicht zu dem Vorfall eingelassen. "Ob die Überprüfte auch die Fahrerin des Unfallwagens war, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen", hieß es bei der Polizei.

Am 14. April war ein 47-jähriger Passant gegen 1.20 Uhr beim Überqueren der Straße Alt-Moabit von dem mintgrünen VW Polo erfasst worden - der Tagesspiegel berichtete. Zeugen mussten mit ansehen, wie der Passant mehrere Meter mitgeschleift wurde, bevor er mit lebensgefährlichen Verletzungen auf die Fahrbahn stürzte. Die Frau am Steuer des Wagens soll zunächst ausgestiegen sein, um sich den Verletzten anzuschauen - dann entschied sie sich zur Flucht und fuhr über die Thusnelda-Allee davon.

Der 47-Jährige schwebt nach Angaben der Polizei mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr. "Er konnte vor einigen Tagen von der Intensiv- auf eine normale Station verlegt werden", sagte ein Sprecher. Vernommen werden konnte der Passant aber noch nicht - er ist auch acht Tage nach dem beinahe tödlichen Unfall nicht ansprechbar.

Die Polizei sucht weiter nach Zeugen, die den Unfall beobachteten oder die Fahrerin des Wagens beschreiben können. Der Verkehrsermittlungsdienst ist unter den Rufnummern (030) 4664-381350 und (030) 4664-381800 zu erreichen. Zeugen können sich natürlich auch an jede andere Dienststelle der Polizei wenden.

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