Neu-Hohenschönhausen in Berlin : Verwirrter geht mit Machete auf Polizisten los

Verdacht auf Rauchgasvergiftung, schwere Schnittverletzung, Schock: Ein offenbar verwirrter 36-Jähriger hat mehrere Polizisten außer Gefecht gesetzt. Zuvor hatte er gedroht, sich umzubringen.

Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Ein offenbar verwirrter Mann hat am Freitagabend vier Polizisten verletzt. Gegen 21 Uhr hatten Angehörige des 36-Jährigen, Rettungskräfte der Feuerwehr in die Pablo-Picasso-Straße in Neu-Hohenschönhausen gerufen, weil der Mann angekündigt hatte, sich das Leben nehmen zu wollen. Als Mitarbeiter der freiwilligen Feuerwehr, die zuerst an der Wohnung erschienen waren, Kontakt zu dem verwirrten Mann aufnahmen, griff er sie sofort an und schlug einen der Helfer.

Wenig später klingelten und klopften Polizisten gemeinsam mit Rettungskräften der Feuerwehr an der Wohnungstür. Der Mieter weigerte sich jedoch, ihnen aufzumachen. Weil sie um das Leben des 36-Jährigen fürchteten, öffneten die Rettungskräfte die Tür gewaltsam. Der Mann hatte sich inzwischen mit einer Machete bewaffnet, mit der er die Beamten bedrohte. Ein Polizist setzte daraufhin Reizgas ein, woraufhin der Mann die Machete in Richtung der Beamten warf. Hierbei erlitt ein Polizeiobermeister eine schwere Schnittverletzung an der Hand. Der aggressive Mieter hatte sich inzwischen in einem Zimmer verbarrikadiert. Auch diese Tür öffneten die Beamten gewaltsam, und überwältigten ihn.

Verdacht auf Rauchgasvergiftung

Er trug Quarzsandhandschuhen und hatte sich eine PTB Waffe auf dem Tisch bereitgelegt. Bei seiner Festnahme schlug und trat der 36-Jährige so heftig um sich, dass er zwei Polizisten verletzte. Den Beamten gelang es, ihn an Händen und Füßen zu fesseln und ihn mit dem Rettungswagen der Feuerwehr zur Behandlung in ein Krankenhaus zu bringen.

In der Wohnung hatte der Mann auf einem Grill Kohlen entzündet. Aufgrund des Einatmens des Qualms mussten zwei Beamte in einem Krankenhaus wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung untersucht werden, konnten ihren Dienst im Anschluss jedoch wieder aufnehmen. Die Polizisten, die bei der Festnahme verletzt wurden, beendeten ihren Dienst für diese Nacht. Auch eine Polizeimeisterin, die einen Schock erlitten hatte, beendete ihren Dienst vorzeitig. Aufgrund der Schnittverletzung an der Hand musste der Polizeiobermeister stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. fiem

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