Neukölln : Massenschlägerei bei Hochzeitsfeier

Feiern bis es knallt: Während einer Hochzeitsfeier kam es in der vergangenen Nacht zu einer Schlägerei zwischen zwei Großfamilien. Die Polizei konnte die Gegner nur mit Mühe trennen.

Unschönes Ende einer Hochzeitsfeier. Am Mittwochabend gegen 22:30 Uhr drangen mehrere Personen in einen Festsaal in der Neuköllnischen Allee ein, wo die ungefähr 300 Gäste eine Hochzeit feierten. Beide Seiten begannen einen lautstarken Streit. Die Wortgefechte gipfelten in einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf Einrichtungsgegenstände umgeworfen und zum Teil beschädigt wurden. Einer der Beteiligten zog sich bei der Prügelei eine leichte Schnittverletzung am Hals zu. Eintreffende Polizeibeamte lösten die Veranstaltung auf und begleiteten die noch anwesenden 50 Personen aus dem Saal. Die an der Schlägerei beteiligten Männer waren vorher schon geflüchtet. Zunächst herrschte Ruhe, doch gegen 24 Uhr trafen sich etwa 40 der vormals Beteiligten in der Schierker Straße und gerieten abermals gewaltsam aneinander. Polizeibeamte verwiesen die Gruppe des Platzes. Drei Männer wurden mit Stichverletzungen bzw. Schädeltrauma in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Die Beamten beschlagnahmten mehrere Schlagwerkzeuge und Messer. Drei Fahrzeuge wurden zum Zwecke der Spurensicherung sichergestellt.

Bei der Personalienüberprüfung stellte sich heraus, dass gegen einen der Männer ein Haftbefehl wegen eines Rauschgiftvergehens vorlag. Er wurde festgenommen. Während der Maßnahmen näherte sich plötzlich einer der Männer mit einem Messer in der Hand einem der eingesetzten Polizisten, fuchtelte mit diesem herum und schrie: "Ich steche den ab". Dabei führte er in Höhe des Oberkörpers des Beamten eine waagerechte Schnittbewegung aus. Der Polizist konnte dem Stich ausweichen und den Täter festnehmen. Er blieb unverletzt. Der Täter wies eine blutende Verletzung an der Hand auf und wurde in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Anschließend wurde er für das zuständige örtliche Kommissariat eingeliefert. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung, gefährlicher Körperverletzung und besonders schweren Landfriedensbruchs.

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