Neukölln : Sechsjährige starb nach Unfall

Ein 67-jähriger Fußgänger ist am Sonntagnachmittag in Neukölln von einem Auto tödlich erfasst worden.

Zugleich teilte die Polizei am Montag mit, dass ein sechsjähriges, vor zwei Wochen in Neukölln angefahrenes Mädchen seinen schweren inneren Verletzungen erlegen ist. Damit hat sich die Zahl der 2008 in Berlin tödlich verunglückten Fußgänger auf 29 erhöht. Insgesamt starben in diesem Jahr 54 Menschen im Berliner Straßenverkehr.

Der am Sonntag ums Leben gekommene Fußgänger wollte laut Polizei die Sonnenallee zwischen S-Bahnhof Köllnische Heide und Planetenstraße überqueren und achtete dabei nicht auf den Verkehr. Ein 25-jähriger Pkw-Fahrer erfasste ihn trotz einer Vollbremsung. Die Bemühungen eines Notarztes waren vergeblich, der Mann erlag noch am Unfallort seinen tödlichen Verletzungen.

Das am Montag gestorbene sechsjährige Mädchen hatte sich am 10. Dezember auf der Mittelinsel der Sonnenallee von der Hand seiner Mutter losgerissen und war auf die Straße gelaufen. Der 41-jährige Fahrer eines Pkw erfasste die Kleine, sie wurde durch die Luft geschleudert und so schwer verletzt, dass sie nun im Krankenhaus starb. Die Polizei sucht noch Zeugen dieses Unfalls. Hinweise werden unter der Telefonnummer 4664 581 800 entgegengenommen.

Die Zahl der getöteten Fußgänger ist damit 2008 stark gestiegen: Im vergangenen Jahr wurden noch 20 Passanten bei Unfällen getötet. Angesichts dieses Anstiegs will die Verkehrsverwaltung, wie berichtet, Fußgänger besser schützen. Ein Planungsbüro soll die Gefahrenstellen analysieren. Zu den geplanten Projekten gehört auch die Umgestaltung von Geschäftsstraßen, um Fußgängern mehr Platz zu schaffen und ihre Sicherheit zu erhöhen. Im Jahr 2010 soll die „Fußverkehrsstrategie“ vom Senat beschlossen werden. Tsp

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