Neukölln und Kreuzberg : Brandstifter legen erneut Feuer in Hausfluren

Erneut haben Unbekannte in Neukölln und Kreuzberg Feuer in Hausfluren gelegt. Aufmerksame Anwohner konnten in beiden Fällen rechtzeitig die Rettungskräfte alarmieren. Die Experten des Brandkommissariats ermitteln.

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Den ersten Brand entdeckte ein Hausbewohner am Mittwochabend gegen 17.25 Uhr. Der 17-Jährige bemerkte Brandgeruch in dem Hochhaus in der Bergfriedstraße in Kreuzberg und wählte den Notruf. Die Einsatzkräfte fanden im Treppenhaus im siebten Stock eine brennende Matratze sowie Schuhe. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, verletzt wurde niemand.

Gegen 23 Uhr wurde dann ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Braunschweiger Straße in Neukölln gelegt. Der oder die Täter zündeten einen Kinderwagen im Hausflur an. Ein 34-Jähriger sah beim Verlassen des Hauses die Flammen und zog geistesgegenwärtig den brennenden Wagen nach draußen. Auf dem Gehweg löschte er mit anderen Hausbewohnern den Brand. Verletzt wurde auch hier niemand. Auffallend ist, dass es erst vor kurzem nur vier Gehminuten entfernt in der Richardstraße gebrannt hatte. Auch hier war ein Kinderwagen angezündet worden.

Indes hat die Sonderkommission der Polizei noch immer keine heiße Spur zu den Tätern, die vor wenigen Wochen das Wohnhaus in der Sonnenallee angezündet hatten. Drei Menschen waren bei dem Brand gestorben. Trotz einer Belohnung von 25.000 Euro konnten bisher keine Tatverdächtigen gefasst werden. Die Brandserie im Kiez setzte sich sogar weiter fort.

Polizeipräsident Dieter Glietsch hatte zuletzt im Innenausschuss betont, dass die Ermittler nicht davon ausgehen, dass es sich um einen Serientäter handelt. Wahrscheinlicher seien Nachahmungstäter, die sich durch die breite Berichterstattung ermuntert fühlen, Feuer zu legen.

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