Neukölln : Verfassungswidrige Symbole und rechtsextreme Plakate

Zahlreiche Sachbeschädigungen und rechtsextremistische Farbschmierereien stellten Polizisten an unterschiedlichen Orten in Neukölln fest. Gegen die noch unbekannten Täter wurden Ermittlungen eingeleitet.

In Neukölln stellten Polizisten seit Donnerstagmittag zahlreiche Sachbeschädigungen und rechtsextremistische Farbschmierereien fest. Wie die Polizei am Freitagmittag mitteilte, beschmierten unbekannte Täter unter anderem einen Schaukasten mit Informationen einer Initiative gegen Neonazis im Neuköllner Reuterkiez. Gegen 13.30 Uhr stellten Mitarbeiter einer Beratungsstelle in der Reuterstraße fest, dass die Scheibe ihres Schaukastens mit schwarzer Farbe besprüht und ein Keltenkreuz daneben aufgebracht wurde. Es wurden Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

Auch wurden Strom- und Postverteilerkästen mehrerer Straßenzüge in Gropiusstadt, Rudow und Britz mit Plakaten beklebt. Polizeibeamte stellten unter anderem an Kästen entlang der Fritz-Erler-Allee, im Grünen Weg und in der Johannisthaler Chaussee parteipolitische und aktionsbezogene Plakate rechter Gruppierungen fest. Zudem waren an zwei Stellen Keltenkreuze gesprüht worden. Insgesamt wurden neun Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, zwei Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Straßenreinigungsgesetz eingeleitet. (ssch)

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