Neun Anzeigen wegen versuchten Betruges : Polizei geht erneut gegen Hütchenspieler vor

Erneut ist der Polizei ein Schlag gegen betrügerische Hütchenspieler gelungen: Am Dienstag gab es neun Anzeigen wegen versuchten Betruges.

von

Bei dem Schwerpunkteinsatz beobachteten die Beamten zunächst gegen 15.30 Uhr eine Gruppe von vier Leuten (43 bis 67 Jahre) in der Tauentzienstraße. Die Männer hatten Passanten angesprochen und sie zum so genannten Hütchenspiel animieren wollen. Bei der Überprüfung stellten die Polizisten Utensilien und 150 Euro sicher, die vermutlich aus dem Spiel stammen.

Wenig später erwischte es fünf Hütchenspieler im Alter von 20 bis 50 Jahren, die in der Friedrichstraße Ecke Unter den Linden Passanten zum Mitspielen aufforderten. Auch hier beschlagnahmten die Polizisten Geld und Spielutensilien. In allen Fällen wurden Platzverweise ausgesprochen.

Wie berichtet, hatte das Verwaltungsgericht Berlin am Montag die Behörden im Kampf gegen den Nepp auf der Straße gestärkt: Ein gegen einen Hütchenspieler verhängtes polizeiliches Aufenthaltsverbot wurde bestätigt. Der Mann war 33 Mal als Hütchenspieler aufgefallen. Dabei hat er vier Strafanzeigen wegen Betrugs, 16 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und 12 Platzverweise kassiert – was ihn nicht stoppte. Daraufhin erließ die Polizei erstmals ein Aufenthaltsverbot für die Ost-City. Dagegen klagte der Mann – und verlor. „Zur Verhütung von Straftaten“ sei es der Polizei sehr wohl erlaubt, ein Aufenthaltsverbot für zwölf Monate zu erlassen, urteilten die Richter. Zudem verwiesen sie darauf, dass Hütchenspiel eine Straftat sei.

Autor

12 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben