Nötigung im Straßenverkehr : Boxer Arthur Abraham ist den Führerschein los

Mindestens vier Monate lang wird die Fahrerlaubnis von Profiboxer Arthur Abraham eingezogen. Er hatte im Februar ein Fahrschulauto ausgebremst und war gegenüber dem Fahrlehrer aggressiv geworden. Und das war nicht sein erster Ausfall.

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Profiboxer Arthur Abraham.
Profiboxer Arthur Abraham.Foto: dpa

Zur ersten Prozess-Runde trat er nicht an, in der zweiten kassierte der Profiboxer per Post einen herben Schlag: Arthur Abraham soll 14 000 Euro Strafe wegen Nötigung im Straßenverkehr zahlen. Einen Fahrschüler habe er ausgebremst. „Die Fahrerlaubnis wird eingezogen“, heißt es weiter im Strafbefehl. Eine neue dürfe frühestens in vier Monaten erteilt werden. Neuer Ärger droht, denn unter welchen Bedingungen das laufen würde, ob er gar zum „Idiotentest“ müsste, legt dann die Fahrerlaubnisbehörde fest.

Boxer Arthur Abraham wurde gegenüber Fahrlehrer ausfällig

Es geht um eine Szene an einer Ampel in Charlottenburg. Am Nachmittag des 4. Februar musste sich der 33-jährige Abraham etwas gedulden. Ein Fahrschulauto vor ihm kam langsam in die Gänge. Es ärgerte ihn. „Er hupte mehrfach, setzte sich dann vor den Wagen“, so die Anklage. Der Profiboxer im Mercedes habe so lange gebremst, bis beide Autos standen. Als ihn der Fahrlehrer zur Rede stellen wollte, habe Arthur Abraham nur entgegnet: „Was fahrt ihr auch so langsam.“

Im Ring ist er „King Arthur“, auf der Straße aber fällt er immer wieder rowdyhaft auf. Der Faustkämpfer hatte mit seinem Ferrari einst für einen Berliner Rekord in Sachen Raserei gesorgt. Mit 231 km/h wurde er auf der Stadtautobahn erwischt. Er kam mit 2000 Euro Buße davon. Ähnlich glimpflich endeten andere Verfahren vor Verkehrsgerichten. Im August ergingen ebenfalls per Strafbefehl lediglich 750 Euro Strafe nach einem Ausbrems-Manöver. Es lag wohl daran, dass hinter dem Geburtsnamen Avetik Abrahamyan nicht jener Profi vermutet wurde, der sich ein Vermögen zusammengeboxt hat.

Profiboxer steht harte Runde bei Fahrerlaubnisbehörde bevor

Nun wurden 70 Tagessätze zu je 200 Euro verhängt. Ein Monatseinkommen von 6000 Euro nahm das Gericht demnach an. Der Supermittelgewichtler kann das Urteil anfechten. Sein Anwalt hatte im Prozessanlauf im September erklärt, der Boxer habe nicht bis zum Stillstand gebremst. Wird der Strafbefehl rechtskräftig, steht dem Ferrari-Fan eine harte Runde bei der Fahrerlaubnisbehörde bevor.

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