Öffentlicher Nahverkehr : Neue Serie von Jugendgewalt

Die Serie gewalttätiger Übergriffe im öffentlichen Nahverkehr Berlins hält an. In der Hauptstadt greifen Jugendliche nach wie vor wiederholt Angestellte und Fahrgäste in Bussen und U-Bahnen an.

BerlinNach einem versuchten Raub wurde am Dienstagmorgen am U-Bahnhof Haselhorst ein 18-Jähriger festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Der Heranwachsende hatte in einem Bus der Linie N 7 einem 21-Jährigen mehrfach ins Gesicht geschlagen, als dieser sich weigerte, sein Geld und sein Handy herauszugeben. Die Busfahrerin alarmierte die Polizei. Die Beamten nahmen den Tatverdächtigen an einer Haltestelle fest.

Vier bislang noch unbekannte Jugendliche haben ebenfalls am Dienstagmorgen in Reinickendorf in einen Bus der Linie N 8 einen Busfahrer mit einem angezündeten Feuerwerkskörper beworfen. Der 45-Jährige blieb unverletzt. Die Jugendlichen betätigten die Notfalltüröffnung, sprangen in der Ollenhauer Straße aus dem noch fahrenden Bus und flüchteten. Nach ihnen wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gefahndet.

Wie die Polizei weiterhin mitteilte, wurde zudem am Sonntagmorgen ein 28-Jähriger in einer U-Bahn der Linie U 8 von einer Jugendgruppe verprügelt. Die neun jungen Männer hatten den 28-Jährigen aufgefordert, in einen anderen Wagen umzusteigen, weil sie sich von ihm gestört fühlten. Als dieser dem nicht sofort nachkam, wurde er attackiert. Nach Ankunft des Zuges auf dem Bahnhof Gesundbrunnen griffen Zeugen ein und trieben die Jugendlichen in die Flucht. Der Angegriffene erlitt Kopf- und Gesichtsverletzungen.

In den vergangenen Wochen war es im öffentlichen Nahverkehr der Hauptstadt wiederholt zu Angriffen auf Fahrer, weitere Angestellte und Passagiere gekommen. Jüngst wurde ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn am Ostbahnhof von zwei jungen Männern verprügelt. Der 48-Jährige hatte einen der beiden aufgefordert, die Zigarre auszumachen. Daraufhin wurde ihm mehrfach ins Gesicht geschlagen und gegen den Kopf getreten. (nal/ddp)

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