Polizei ermittelt : Reinickendorf: Fremde belästigen Kinder

Die Polizei sucht nach zwei unbekannten Männern, die in den letzten Tagen öfter Kinder in Reinickendorf angesprochen haben. Eine Fünfjährige ist wahrscheinlich mit einem der Männer mitgegangen, sie wurde 30 Minuten später in einem Gebüsch gefunden.

ReinickendorfDie Kriminalpolizei sucht zwei Unbekannte, die in letzter Zeit in Reinickendorf mehrfach Kinder angesprochen haben. In einem Fall soll ein Mädchen mit einem Verdächtigen mitgegangen sein. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Donnerstag, als eine Fünfjährige zusammen mit ihrer achtjährigen Schwester auf einem Spielplatz am Senftenberger Ring im Märkischen Viertel war. Gegen 19:30 Uhr habe die Achtjährige den bisherigen Erkenntnissen zufolge die Mutter darüber informiert, dass ihre kleine Schwester weg sei. Die 29-Jährige suchte daraufhin gemeinsam mit anderen Kindern nach ihrer Tochter, die kurz darauf in einem Gebüsch in der Nähe des Spielplatzes entdeckt wurde.

Seitdem bemühen sich die Beamten des Landeskriminalamtes, die Umstände ihres ca. 30-minütigen Verschwindens zu klären. Das Kind gab bisher keine Antworten auf die Fragen, was sich in dieser Zeit ereignet hat und mit wem es möglicherweise unterwegs war. Das Mädchen wirkt aufgekratzt, weicht aber gewünschten Auskünften zu dem Vorfall aus. Auch eine medizinische Untersuchung ergab keine Hinweise auf ein Sexualdelikt. Möglicherweise seien dem Mädchen die Augen verbunden gewesen.

Mann sprach ein Schulkind im Beisein der Mutter obszön an

Weitere Ermittlungen ergaben, dass sich ein Mann öfter an dem Spielplatz aufhalten soll, der Kinder anspricht und ihnen auch folgt. Von Übergriffen ist den Beamten bisher nichts bekannt. Der Mann soll ca. 40 Jahre alt und etwa 1,70 Meter groß sein. Er soll dick sein und braune, wuschelige Haare haben. Bislang ist den Ermittlern auch nicht klar, ob sich die Fünfjährige in der Begleitung dieses Unbekannten befunden hat.

Bei einem weiteren Vorfall am vergangenen Donnerstag in Reinickendorf ist ein weiterer Unbekannter aufgefallen. Der Mann sprach eine Schülerin in Gegenwart ihrer Mutter vor der Chamisso-Grundschule am Senftenberger Ring mit obszönen Bemerkungen an. Die Frau erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Mann bereits einen Tag zuvor das Mädchen und eine Freundin vor der Schule angesprochen und sie gefragt, ob sie ihn begleiten würden. Die Mädchen gingen nicht mit und informierten sofort ihre Lehrerin. Zu Übergriffen kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Der Mann ist 30 bis 35 Jahre alt, schlank und etwa 1,80 Meter groß. Er hat kurze, blonde Haare und soll mit einem roten Mountainbike unterwegs sein.

Offen mit Kindern über Sexualität und möglichen Missbrauch sprechen

Die Polizei bittet Zeugen, die die verdächtigen Männer in Reinickendorf gesehen haben, um sachdienliche Hinweise. Zum Schutz von Kindern vor sexuellen Übergriffen rät das Landeskriminalamt, auf Fremde in der Nähe von Schulen, Spielplätzen und Kindertagesstätten zu achten, die die Kinder ansprechen. Außerdem sollen die Erziehungsberechtigten altersgemäß und offen mit den Kindern über Sexualität sprechen und dabei auch sexuellen Missbrauch erwähnen, um die Kinder dafür zu sensibilisieren. Dabei soll den Kindern aber keine Angst eingeflößt werden. Weitere Tipps zu diesem Thema gibt es auf der Internetseite der Polizei. (kda)


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