Polizei im Einsatz in Berlin : Rassistischer Übergriff, Unfälle und ein Überfall

Im Märkischen Viertel wurde ein 20-Jähriger wegen seiner Hautfarbe beleidigt und geschlagen; zwei Menschen wurden bei Unfällen verletzt, und in Weißensee brannte ein Auto. Die Polizeimeldungen vom Freitagabend.

Ein Krankenwagen in Berlin im Einsatz. (Symbolbild)
Ein Krankenwagen in Berlin im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa

Rassistischer Übergriff in Reinickendorf: Ein 20-jähriger Mann alarmierte am Freitagabend die Polizei ins Märkische Viertel. Er gab an, dass er gegen 21.40 Uhr am Dannenwalder Weg an der Bushaltestelle stand und plötzlich von einem Unbekannten angesprochen wurde. Kurz darauf habe dieser ihn wegen seiner Hautfarbe beleidigt. Als der 20-Jährige den Mann zur Rede stellte,  bekam er einen Fausthieb ins Gesicht. Daraufhin griff der Geschlagene zu seinem Mobiltelefon und rief die Polizei, woraufhin der Angreifer in Richtung Tramper Pfad flüchtete. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernahm die Ermittlungen. Der junge Mann, der leichte Verletzungen erlitt, lehnte eine medizinische Versorgung ab.

Motorrollerfahrer in Schöneberg verunglückt: Bei einem Verkehrsunfall in Schöneberg erlitt ein Rollerfahrer schwere Verletzungen. Nach den bisherigen Erkenntnissen befuhr am Freitag gegen 15.30 Uhr ein 51-Jähriger mit einem Auto die Hohenstaufenstraße in westliche Richtung. Als der Autofahrer in Höhe der Münchener Straße vom rechten in den linken Fahrstreifen wechselte, kam es zum Zusammenstoß mit dem in gleiche Richtung fahrenden 71-jährigen Rollerfahrer. Ein alarmierter Rettungswagen brachte den schwer verletzten Mann zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Autofahrer blieb unverletzt.

Radfahrerin in Mitte schwer verletzt: Schwer verletzt kam eine Radfahrerin nach einem Verkehrsunfall in Wedding in eine Klinik. Nach den bisherigen Ermittlungen war die 48-Jährige gegen 18.50 Uhr mit ihrem Rad auf der Tegeler Straße in Richtung Fennstraße unterwegs. Ein 24-jähriger Smart-Fahrer, der die vorfahrtsberechtigte Fennstraße in Richtung Perleberger Straße befuhr, erfasste die Radfahrerin, die offenbar ohne auf den Verkehr zu achten die Fennstraße überquerte. Die Schwerverletzte kam zur stationären Behandlung in eine Klinik, der Smart-Fahrer blieb unverletzt.

Autoknacker in Gesundbrunnen erwischt: Ein Zeuge sah am Freitag in Gesundbrunnen von einem Balkon aus zwei Männer, die sich an einem geparkten Fahrzeug zu schaffen machten und alarmierte die Polizei. Als die Polizisten gegen 18.35 Uhr auf dem Parkplatz in der Böttgerstraße eintrafen, entdeckten sie die eingeschlagene Scheibe bei einem VW Sharan und kurz darauf einen jungen Mann, der sich mit einem Trekking-Rad in einem Gebüsch versteckte. Der 25-jährige, bereits wegen Einbruchsdelikte bekannte Mann wurde festgenommen. Er trug einen Rucksack bei sich, der mit diversen Dingen gefüllt war, von denen anzunehmen ist, dass sie aus Straftaten stammen könnten, u.a. ein Navigationsgerät, eine Sonnenbrille, eine Kosmetiktasche. Zudem fand man bei dem Tatverdächtigen Werkzeug, welches bei Diebstählen an Fahrzeugen genutzt wird. Seinem Komplizen gelang die Flucht. Die Ermittlungen, die die Kriminalpolizei der Direktion 3 führt,  dauern an.

Überfall in Spandau kurz vor Feierabend: In Staaken wurde am Freitagabend ein Zeitungsladen von Unbekannten überfallen. Nach den Angaben der Angestellten sollen gegen 18 Uhr zwei schwarz gekleidete und maskierte Männer in das Geschäft in der Südekumzeile gestürmt sein und sie mit einer Schusswaffe bedroht haben. Als die 61-Jährige schrie, drückte der bewaffnete Täter ab und traf die Frau mit einem Strahl Pfefferspray im Gesicht. Das Duo habe dann Geld vom Tresen gegriffen und mit der Beute den Zeitungsladen fluchtartig in unbekannte Richtung verlassen. Die Überfallene erlitt Reizungen der Augen und wurde am Ort durch Sanitäter behandelt. Die weiteren Ermittlungen hat das Raubkommissariat der Direktion 2 übernommen.

Brennender Pkw in Pankow: Unbekannte legten in der vergangenen Nacht in Weißensee Feuer an einen Auto. Gegen 2.45 Uhr bemerkte ein Passant Flammen an einem Audi, der in der Charlottenburger Straße am Fahrbahnrand geparkt war. Der 29-jährige Mann versuchte, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen und bekam wenig später durch einen 33- jährigen Mann, der auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle war, Hilfe. Erst der Feuerwehr gelang es, den Brand zu löschen. Der Audi wurde sehr stark beschädigt. Auch ein vor dem Wagen geparktes Fahrzeug wurde durch die Hitze in Mitleidenschaft gezogen. Die Ermittlungen wegen Brandstiftung führt ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes.

Tsp