Polizeieinsätze in Mitte und Reinickendorf : Hotel in Gesundbrunnen überfallen

Zwei Maskierte stürmen ein Hotel, versprühen Reizgas und fliehen mit Beute. In Reinickendorf überfällt ein Mann mit einer Schusswaffe einen Supermarkt.

Die Polizei nahm die mutmaßliche Entführerin in Hannover fest.
Die Polizei nahm die mutmaßliche Entführerin in Hannover fest.Foto: dpa/Archiv

Gleich zweimal erbeuteten Räuber am Abend und in der Nacht nach Überfällen Beute und konnten fliehen. In Gesundbrunnen betraten gegen Mitternacht zwei Maskierte ein Hotel in der Hochstraße und begaben sich zum Empfangstresen. Während ein Täter hinter den Tresen ging und dabei Reizgas versprühte, blieb sein Komplize vor dem Tresen stehen. Von dem Reizgas wurde ein 47-jähriger Hotelgast, der sich zum Zeitpunkt des Überfalls am Tresen befand, getroffen. Die Räuber forderten von einem Angestellten Geld und einer der Kriminellen griff in eine Schublade, in der sich das Geld befand.

Zeitgleich konnte der 21 Jahre alte Mitarbeiter in das Hotelrestaurant flüchten und seine Kollegen informieren. Als alarmierte Polizeibeamte eintrafen, war das Räuber-Duo bereits geflüchtet. Der Hotelgast wurde leicht verletzt. Die Angestellten des Hotels blieben unverletzt.

In Reinickendorf täuscht Unbekannter Süßigkeiten-Kauf vor und zückt dann die Waffe

Zuvor ereignete sich bereits ein weiterer Überfall auf einen Supermarkt in Konradshöhe. Laut Polizeiangaben betrat der Unbekannte kurz vor Ladenschluss, gegen 19.50 Uhr, das Geschäft in der Habichtstraße, ging mit Süßigkeiten zur Kasse und gab vor, diese bezahlen zu wollen. Dort soll er eine 48-jährige Kassiererin und ihre 32 Jahre alte Kollegin mit einer Schusswaffe bedroht und Geld gefordert haben. Nachdem er dieses bekommen hatte, flüchtete er mit seiner Beute. Während die 32-Jährige einen Schock erlitt und ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden musste, blieb die ältere Mitarbeiterin unverletzt.

Tatort Supermarkt

Weil sie schwach geschützt sind und leichte Beute versprechen, werden Supermärkte in Berlin immer wieder überfallen. Ende September waren innerhalb von einer Woche vier Supermärkte, zwei in Spandau, einer in Charlottenburg und einer in Spandau, überfallen worden. Jedes Mal gelang den Tätern die Flucht.
Besonders große Aufmerksamkeit erhielt ein Supermarkt am Bahnhof-Lichtenberg. Dort wurde ein Ladendieb auf frischer Tat vom Filialleiter geschnappt. Anstatt die Polizei zu alarmieren, misshandelte er jedoch den Dieb. Der Mann starb wenige Tage später, die Polizei geht von weiteren ähnlichen Vorfällen aus. tsp

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