Polizeieinsatz im Roten Rathaus : Unbekannter schickt Buttersäure-Paket an Wowereit

An Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit haben Unbekannte ein stinkendes Paket mit Buttersäure geschickt. Das Päckchen wurde in der Poststelle entdeckt und rechtzeitig abgefangen - wegen des Geruchs.

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Stinkende Botschaft. Den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, sollte ein Paket mit Buttersäure erreichen. Die Post fing es vorher ab.
Stinkende Botschaft. Den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, sollte ein Paket mit Buttersäure erreichen. Die...Foto: dpa

Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wurde von einem Unbekannten ein Päckchen mit Buttersäure geschickt. Erreicht hat ihn die stinkende Sendung nicht: Sie blieb in der Poststelle des Roten Rathauses hängen. Ein Mitarbeiter war auf den stechenden Geruch der Buttersäure aufmerksam geworden, der aus dem Päckchen drang.

Wie erst heute bekannt wurde, war die Polizei am Mittwoch gegen 10 Uhr in die Poststelle des Rathauses gerufen worden. Das Päckchen war an Wowereit adressiert. Kriminaltechniker der Polizei öffneten das Päckchen und fanden darin eine kleine Flasche mit einer farblosen Substanz – Buttersäure, wie ein Schnelltest ergab. Diese riecht intensiv nach ranziger Butter beziehungsweise nach Erbrochenem. Durch ihre Dämpfe kann es zu Reizungen der Augen und der Atemwege kommen. Lebensgefährlich ist Buttersäure aber nicht – deshalb setzen Schüler die Substanz oft als Stinkbombe ein.

Der stellvertretende Senatssprecher Bernhard Schodrowski bestätigte auf Nachfrage, dass am Mittwochmorgen ein „verdächtiges Päckchen“ in der Poststelle eingegangen ist. In dem Fläschchen, das in dem Paket lag, habe sich „handelsübliche Buttersäure“ befunden. Außer dass es unangenehm gerochen habe, sei aber nichts passiert, sagte Schodrowski. Solche Lieferungen kämen aber „immer mal wieder vor“.

Nach Tagesspiegel-Informationen ist die Säure im Internet bestellt und als Empfänger Klaus Wowereit im Roten Rathaus angegeben worden. Die Adresse des Versandhändlers, der das Päckchen abgeschickt hatte, soll sich ebenfalls noch auf der Sendung befunden haben.

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