Polizeieinsatz in Berlin-Kreuzberg : Randale bei spontaner Demo für Flüchtlinge

Nach der unangemeldeten Spontandemo am Mittwoch in Berlin-Kreuzberg hat die Polizei Bilanz gezogen: Zwei Funkwagen wurden beschädigt, ein Mann ist festgenommen worden. Vier weitere Personen wurden wegen Landfriedensbruchs kurzzeitig festgehalten.

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Auf verschiedenen linken Internetplattformen war für Mittwochabend dazu aufgerufen worden, sich aus Solidarität mit den Flüchtlingen am Lausitzer Platz in Kreuzberg zu treffen und gegen die Asylpolitik der Bundesrepublik Deutschland zu demonstrieren. Rund 350 Leute hatten sich daraufhin dort versammelt und waren gegen 20.30 Uhr die Skalitzer Straße entlang gelaufen - einige von ihnen vermummten sich. Rund 100 Leute rannten laut Polizei plötzlich Richtung Kottbusser Tor "und zogen dabei einzelne Verkehrsschilder auf die Fahrbahn".

An der Adalbertstraße Ecke Waldemarstraße warf ein Mann aus der Gruppe heraus eine Flasche auf ein Polizeifahrzeug, das dadurch an der Seite beschädigt wurde. Der 40-jährige Tatverdächtige wurde dabei von den Polizisten beobachtet und später festgenommen. Da die Polizei "konsequent einschritt", wie es hieß, konnte die Lage bis 22.30 Uhr beruhigt werden. Insgesamt wurden 15 Menschen überprüft. Vier wurden wegen Landfriedensbruchs festgenommen und nach der Aufnahme der Personalien wieder entlassen.

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