Polizeieinsatz in Berlin-Neukölln : Männer beleidigen Schwarzen rassistisch und attackieren Helfer

Die mutmaßlichen Täter schlugen eine Zeugin und warfen eine Glasflasche auf einen anderen Zeugen. Nun ermittelt der Staatsschutz.

Nachts um zwei stoppte die Polizei den Lkw mit den 51 Flüchtlingen.
Nachts um zwei stoppte die Polizei den Lkw mit den 51 Flüchtlingen.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Zwei 28 und 44 Jahre alte Männer sollen in der Nacht auf Donnerstag in Neukölln zunächst einen Unbekannten bedrängt und rassistisch beleidigt und anschließend Passanten attackiert haben, die eingreifen wollten. Eine 34-Jährige war kurz vor Mitternacht gemeinsam mit ihrem gleichaltrigen Partner in einem Fahrzeug in der Sonnenallee unterwegs. An der Ecke zur Pannierstraße bemerkten beide dann nach ihren Aussagen zwei Männer, die einen Unbekannten körperlich bedrängten und den Schwarzen rassistisch beleidigten.

Passanten hielten die Täter fest

Die Zeugen hielten an und forderten die Männer auf, den Unbekannten in Ruhe zu lassen. Beide Männer hätten die Zeugen in deutlich derber Sprache aufgefordert,  sich zu entfernen. Einer habe der Frau außerdem mit der Faust gegen die Brust geschlagen. Einer habe zudem dem 34-jährigen Zeugen eine kleine Glasflasche gegen den Kopf geworfen und eine weitere gegen die Heckscheibe des Autos, die daraufhin zu Bruch ging. Die beiden aggressiven und alkoholisierten Männer flüchteten zunächst, konnten dann aber von dem 34-Jährigen und weiteren Passanten festgehalten und wenig später den alarmierten Polizisten übergeben werden.

Sie wurden festgenommen und in ein Polizeigewahrsam gebracht, wo ihnen Blut abgenommen wurde, und anschließend wieder entlassen. Der Mann, der bedrängt und beleidigt worden war, hatte sich bereits entfernt, als die Polizei eintraf. Der 34-Jährige erlitt durch den Flaschenwurf eine Prellung am Jochbein und wird sich selbst in ärztliche Behandlung begeben. Seine Partnerin klagte über Schmerzen im Brustbereich, auch sie gab an, selbständig zum Arzt gehen zu wollen. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen Beleidigung, Gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung und Sachbeschädigung übernommen. (Tsp)

11 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben