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Polizeieinsatz in Berlin-Neukölln : Räumung: Aktivisten standen vor falschem Haus

Dumm gelaufen. Rund 70 Protestierende haben sich "gegen Zwangsräumung" vor einem Haus im Neuköllner Stadtteil Britz versammelt. Doch sie standen vorm falschen Gebäude. Geräumt wurde ein anderes Objekt.

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Die Berliner Polizei (Symbolbild).
Die Berliner Polizei (Symbolbild).Foto: dpa

Rund 70 Demonstranten gegen „Zwangsräumung“ standen am Montag in Kreuzberg vor dem falschen Haus. Auf linken Internetseiten war mobil gemacht worden, sich am Montagmorgen vor einem Gebäude in der Jahnstraße zu versammeln, um die Wohnungsräumung einer Familie zu verhindern. Doch die Aktivisten standen inklusive Fotografen vor der Jahnstraße 87. Die Wohnung um die es am Montag ging, befindet sich jedoch in der Jahnstraße 77. „Der Gerichtsvollzieher war um 9 Uhr zur Schlüsselübergabe in der Wohnung“, sagte ein Polizeisprecher. Zudem habe eine Möbelfirma Einrichtungsgegenstände herausgeräumt. Das Ganze geschah in Beisein von rund 50 Polizisten, die „in Amtshilfe“ hinzugezogen worden seien. Die Polizei hatte offenbar die 50 bis 70, die sich gegen so genannte Gentrifizierung stark machen, bemerkt, aber nicht darauf hingewiesen, dass sie vor dem falschen Objekt standen.

Aktivisten gegen zwangsräumung gaben allerdings am Nachmittag an, dass auch in dem anderen Gebäude eine Zwangsräumung habe stattfinden sollen. Dies hielt die Polizei aber für unwahrscheinlich.

Vorige Woche war eine Wohnung in der Reichenberger Straße dem Gerichtsvollzieher in Anwesenheit der Polizei übergeben worden. Auch hier gab es friedliche Proteste.

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