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Polizeieinsatz in Zehlendorf : Kita beschossen: Polizei hat eine Spur

In Zehlendorf fiel ein Schuss auf eine Kita. Verletzt wurde niemand. Laut einer Augenzeugin wurde der Schuss von einer gegenüberliegenden Burschenschaft abgefeuert. Bei einer Durchsuchung dort wurde die Polizei fündig.

Das Raubkommissariat der Direktion 4 hat die Ermittlungen übernommen.
Das Raubkommissariat der Direktion 4 hat die Ermittlungen übernommen.Foto: dpa/Archiv

In Zehlendorf ist am Freitagnachmittag auf eine Kita geschossen worden. Gegen 16 Uhr soll der Schuss einer Softairwaffe auf die Kita in der Königstraße gefallen sein, der niemanden verletzte. Die Polizei sperrte die Straße für 15 Minuten.
„Wir wurden kurz nach 16 Uhr von der Kita angerufen und gebeten unsere Kinder abzuholen“, sagte ein Vater dem Tagesspiegel. Wegen der Polizeisperrung habe er lediglich durch den Hintereingang und nur in Begleitung eines Polizeibeamten seinen Sohn aus der Kita abholen können. Am Tatort habe er außerdem erfahren, dass der Schuss nur knapp eine Mutter mit ihrem Kind verfehlt habe.

Tatsächlich bestätigte die Polizei am Sonnabend, dass eine Hartplastikkugel auf dem Boden vor der Wand der Tagesstätte gefunden wurde.

Augenzeugen beobachteten verdächtige Person auf dem Balkon einer Burschenschaft

Wer auf die Kita geschossen hat, ist derzeit noch unklar. Nach den bisherigen Ermittlungen und Zeugenaussagen holte am Freitagnachmittag eine 31-Jährige gerade ihren Sohn von der Kita ab, als sie ein pfeifendes Geräusch und einen Knall an der Hauswand gehört habe. Dabei soll sie auch gesehen haben, wie sich ein Mann auf einem Balkon des gegenüberliegenden Hauses duckte und zurück ins Innere ging.

Die Räume der Burschenschaft "Gothia" wurde daraufhin von Beamten durchsucht. Drei Männer im Alter von 19 und 26 Jahren wurden angetroffen. Sie gaben an, dass ein namentlich bekannter 22-jähriger Bekannter kurz zuvor das Haus verlassen hätte.

Die Polizei fand in den Räumen zwei Karabiner aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und drei weitere Schreckschusswaffen. Die Polizei ermittelt jetzt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz. (Tsp)

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