Prenzlauer Berg : Autoknacker bei Navi-Diebstahl gefasst

Erneut ist es der Polizei gelungen, zwei mutmaßliche Autoknacker zu fassen - sie hatten es auf ein Navi-Gerät abgesehen. Laut Statistik stammen die meisten Bandenmitglieder aus dem osteuropäischen Raum.

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Gegen 3.10 Uhr beobachteten Polizisten, wie zwei Männer in der Paul-Robeson-Straße einen VW Passat aufbrachen und das Navigationsgerät stahlen. Als die Männer die Beamten bemerkten, flüchteten sie zunächst. Doch die Polizisten nahmen sie wenig später fest. Das Diebesgut und Tatwerkzeug wurden sichergestellt.

Die beiden Verdächtigen, 27 und 35 Jahre, sind der Kriminalpolizei überstellt worden. Beide sind laut Polizei ohne festen Wohnsitz in Berlin. Sie sollen aus Polen stammen.

In den vergangenen Tagen ist es der Polizei bereits in mehreren Fällen gelungen, Autoknacker zu fassen. Am vergangenen Freitag erwischten Zivilpolizisten den einschlägig bekannten Serientäter Alexander N. in Britz. Er wird verdächtig mehrere Male Autos aufgebrochen und dort CDs, Autoradios, Notebooks und Navigationsgeräte gestohlen zu haben. Der Russe war bereits mit Haftbefehl wegen des Verdachts der Geldwäsche gesucht worden.

Kurz zuvor hatten Beamte einen Vater und seinen Sohn in Reinickendorf festgenommen. Ein Spaziergänger hatte beobachtet, wie sie sich an einem VW Multivan zu schaffen gemacht hatten. Gegen die beiden Polen wird ermittelt.

Anfang Februar erwischte die Polizei gleich sieben mutmaßliche Autoknacker in einer Nacht: Drei in Hellersdorf und vier in Dahlem. Alle stammen aus Polen.

Laut Kriminalitätsstatistik hat die Polizei im Jahr 2009 insgesamt 20.564 Fälle von Diebstahl in oder aus Kraftfahrzeugen erfasst. Das sind drei Prozent weniger als im Jahr zuvor. Bei den 696 ermittelten Tatverdächtigen waren etwas mehr als die Hälfte Nichtdeutsche. Die Polizei stellte hierzu fest: "Es werden immer wieder bandenmäßige Tatbegehungen, insbesondere durch ost- und südosteuropäische Tätergruppen" registriert. Die Täter haben es insbesondere auf Navigationsgeräte, Laptops, Autoradios, Bargeld und Taschen, die im Auto liegen gelassen wurde, abgesehen. Solche Wertgegenstände, die im Auto liegen, übten auf die Täter "eine große Anziehungskraft" aus.

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