Prenzlauer Berg : Zwei Autos und ein Motorrad in Brand gesteckt

Wieder brennt es auf den Berliner Straßen. Bereits zur Jahreswende wurden zahlreiche Autos und Motorräder von unbekannten Tätern angezündet. Ein politischer Hintergrund wird von der Berliner Polizei nicht ausgeschlossen. Der Polizeiliche Staatschutz ermittelt bislang jedoch ohne Erfolg.

BerlinUnbekannte Täter haben vergangene Nacht ein Motorrad und ein Auto in der Gethsemanestraße angezündet. Die Feuerwehr löschte gegen Mitternacht das Motorrad der Marke BMW. Durch den Brand wurde ein daneben parkender Opel ebenfalls beschädigt. Einige Minuten später stellten Polizeibeamte fest, dass wenige Meter entfernt ein Audi brannte. Dieser wurde ebenfalls durch die Feuerwehr gelöscht. Menschenleben waren nicht in Gefahr. Ein politischer Hintergrund wird von der Berliner Polizei nicht ausgeschlossen. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. 

Unbekannte Täter hatten in der Nacht zum Silvestertag sieben hochwertige Autos in Brand gesteckt. In Friedrichshain, Mitte und Prenzlauer Berg seien dadurch insgesamt 15 Fahrzeuge beschädigt worden. Auch in diesem Fall wird ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen. In der Silvesternacht selbst brannten zehn Pkw, fünf Lkw und ein Motorrad. Sie fielen allerdings der Pyrotechnik zum Opfer.

Im vergangenen Jahr wurden 92 Fahrzeuge "direkt angegriffen". Eine erhebliche Anzahl weiterer Fahrzeuge, die daneben standen, wurde ebenfalls zerstört oder beschädigt. Insgesamt wurden bei 113 Anschlägen 129 Fahrzeuge in Brand gesetzt. Die Polizei kann nach Anschlägen nur vermuten, ob eine politische Motivation vorliegt. Dafür gibt es bestimmte Kriterien. Die Art des verwendeten Brandbeschleunigers zählt dazu. Bekennerschreiben gab es nur selten, etwa wenn Firmenwagen von Siemens oder der Bahn betroffen waren. Ein großer Mercedes und ein Kreuzberger Tatort sind keine verlässlichen Anhaltspunkte: So gehörte ein abgebrannter Daimler einem Türsteher – und der hatte zuvor "Ärger" mit der Konkurrenz. Sein Wagen gehört in die Rubrik "unpolitische Brandstiftung". (ml/Tsp)

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