Prignitz : Archäologe bei Grabung auf Dorfstraße totgefahren

Ein Berliner Archäologe wurde bei einer Grabung in Laaske von einem Auto eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er noch vor Ort starb. Der Unfallwagen gehört zu einem Pflegedienst.

Sandra Dassler

Bei einem tragischen Unfall ist ein Berliner Archäologe in einer Ausgrabungsstelle auf der Dorfstraße in Laaske im Landkreis Prignitz ums Leben gekommen. Nach  bisherigen Erkenntnissen hatte der 39-Jährige am Montagmorgen  Ausgrabungen in einer erst wenige Stunden zuvor eingerichteten Baugrube vorgenommen. Diese war offenbar nicht oder nur unzureichend abgesperrt beziehungsweise ausgeschildert. Gegen 9.45 Uhr fuhr eine 39-jährige Mitarbeiterin eines örtlichen Krankenpflegedienstes mit ihrem Mitsubishi Colt in die Grube. Der Archäologe wurde von ihrem Auto eingeklemmt und dabei so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Der Mann hatte sich zu diesem Zeitpunkt allein in der Grube befunden.

Neben der Kriminalpolizei haben  auch das Landesamt für Arbeitsschutz und die Straßenbehörde des Landkreises Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Geklärt werden muss vor allem die Frage, warum die Bau- beziehungsweise Ausgrabungsstelle nicht gesichert war. Eine Mitarbeiterin des Archäologiebüros im Landkreis Oberhavel, in dem der 39-Jährige  beschäftigt war, bestätigte  auf Anfrage des Tagesspiegels, dass der Getötete aus Berlin stamme. Über die Art der Ausgrabung wollte sie keine Auskunft geben. Die Fahrerin des Autos erlitt einen Schock.

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