Prozess : Angeklagte stehen nach Überfallserie vor Gericht

Bei drei Überfällen in Wilmersdorf und Kreuzberg im Jahr 2007 hatten sieben Männer 5300 Euro erbeutet. Nun müssen sie sich dafür verantworten. Besonders brisant ist, dass einer der Täter einen Hotelmitarbeiter schwer verletzte.

BerlinNach mehreren Überfällen müssen sich seit Montag sieben Männer aus Kreuzberg wegen schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung vor dem Berliner Landgericht verantworten. Den 20- bis 36-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Beteiligung im August und Oktober 2007 ein Bordell in Wilmersdorf und zwei Hotels in Kreuzberg überfallen zu haben.

Dabei sollen die Täter Angestellte mit Reizgas besprüht, sie geschlagen und mit Messern bedroht haben, um Geld zu erpressen. Laut Staatsanwaltschaft erbeuteten die Täter bei den Überfällen 5300 Euro. Beim Überfall auf ein Kreuzberger Hotel soll ein 24 Jahre alter Angeklagter einen Angestellten dreimal in den Rücken gestochen haben. Der 21-jährige Hotelmitarbeiter wurde durch einen Stich in die Lunge lebensgefährlich verletzt.

Der junge Mann könne bis heute nicht arbeiten, sagte die Opferanwältin. Er habe weiterhin Beschwerden beim Luftholen und werde therapeutisch behandelt. Zum Prozessauftakt kündigten die Angeklagten an, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Ein 23-jähriger Hauptbeschuldigter räumte ein, bei allen drei Überfällen dabei gewesen zu sein. Er habe Geldprobleme wegen seiner Spielsucht gehabt und die anderen Männer gefragt, ob sie bei den Taten mitmachen würden. Der Prozess wird am 8. April fortgesetzt. (jz/ddp)

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