Prozess : Datenskandal: Geldstrafen für Kurierfahrer

Die beiden Verursacher des Skandals um den Versand heikler Kreditkartendaten von Kunden der Landesbank Berlin (LBB) sind wegen Diebstahls zu Geldstrafen verurteilt worden.

Die Kurierfahrer gestanden vor dem Amtsgericht in Frankfurt am Main, im Dezember den Inhalt eines an die „Frankfurter Rundschau“ adressierten Weihnachtsplätzchenpakets verspeist zu haben. Um das zu vertuschen, klebten die Fahrer das Adressetikett auf eins von sechs Paketen, die an die LBB gehen sollten. Statt der Plätzchen landeten in der Redaktion Kreditkartendaten.

Nach Auskunft des Amtsgerichts waren auf den vermeintlichen Datenskandal teilweise 25 „hochrangige Kripobeamte“ angesetzt. Die zwei 27 und 36 Jahre alten Männer sagten vor Gericht, sie hätten nicht gewusst, dass sich in der umadressierten Sendung Kreditkartendaten befanden. Der 36-Jährige erhielt wegen Diebstahls eine Geldstrafe in Höhe von 720 Euro, sein 27-jähriger vorbestrafter Kollege muss 960 Euro zahlen. Die Kurierfahrer sind bis heute arbeitslos. ddp

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