Prozess : Der Tod kam im Schlaf

Kurzerhand brach der Angeklagte in die Wohnung seines Freundes ein, um Schulden einzutreiben. Am Ende war der Freund tot - im Schlaf erstochen.

BerlinWegen Mordes an einem Freund muss sich ein 20-jähriger Mann vor dem Berliner Landgericht verantworten. Auf Grund "angestauter Aggressionen" und Hass soll der Angeklagte im Januar dieses Jahres über den Balkon in die Parterrewohnung des 21-jährigen Freundes in Neukölln eingestiegen sein und ihn im Schlaf ermordet haben. Laut Anklage hatte der Mann sechsmal mit dem Messer auf das betrunkene und daher fest schlafende Opfer eingestochen.

Nach der Tat soll der Angeklagte noch die Wohnung verwüstet haben, um einen Einbruch vorzutäuschen. Vor Gericht hat der arbeitslose Tiefbaufacharbeiter zugegeben, dreimal mit dem Messer auf den Schlafenden eingestochen zu haben. Er habe seinen Freund eigentlich nicht umbringen, sondern "nur beklauen wollen", weil dieser ihm Geld schuldete. Als er vor dem Schlafenden stand, habe er sich daran erinnert, wie das Opfer im Zusammenhang mit der Geldforderung ihn "angemacht und betatscht" hatte. Da habe er zugestochen. (mit ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben