Prozess : Diebstahl aus Kaserne: Berufssoldat vor Gericht

Ein 31-jähriger Hauptfeldwebel soll Munition im Wert von 60.000 Euro gestohlen haben. Für den Transport spannte er offenbar Untergebene ein.

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Ein Hauptfeldwebel musste zu einem Prozess um einen 60 000 Euro schweren Diebstahl aus der Julius-Leber-Kaserne in Reinickendorf antreten. Der 31-Jährige soll mehr als 2700 Manöverpatronen, 120 Signalkörper, sieben Nebelgranaten sowie diverse Ausrüstungsgegenstände wie 20 Paar Stiefel, vier Feuerlöscher, 18 Seile und Werkzeug aus der Kaserne geschafft haben.

Der seit dem Vorfall im September 2011 suspendierte Berufssoldat aus Charlottenburg hat am Montag zu den Vorwürfen geschwiegen. Das Diebesgut soll der Angeklagte zunächst in einer Lagerhalle gebunkert haben. Als die Halle anderweitig verwendet werden sollte, wurden die in Kisten gehorteten Materialien entdeckt. Bevor der überraschende Fund weiter untersucht werden konnte, soll der Hauptfeldwebel den Abtransport eingefädelt und zwei Untergebene gebeten haben, ihm beim Ausräumen der Halle behilflich zu sein. An einem Wochenende seien die Kisten in einen Lagerraum in Spandau und in seine Wohnung gebracht worden. „Er sagte, es sei alles legal“, sagte einer der Ex-Rekruten. Der Prozess um Diebstahl und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz wird Montag fortgesetzt.

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