Prozess : Drei Männer wegen tödlichem Überfall vor Gericht

Im vergangenen Oktober hatten sie einen Geldtransporter in Reinickendorf überfallen und dabei einen Wachmann erschossen. Jetzt beginnt der Prozess gegen die drei Angeklagten.

BerlinAcht Monate nach dem Tod eines Wachmannes bei einem Geldtransportüberfall in Reinickendorf beginnt am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter. Drei Angeklagte im Alter von 53 bis 56 Jahren müssen sich wegen gemeinschaftlichen Mordes aus Habgier und Raubes mit Todesfolge verantworten.

Die Männer sollen im Oktober vergangenen Jahres mit Vorschlaghammer und Sturmgewehr bewaffnet den Geldtransporter vor der Reinickendorfer Postfiliale überfallen und dabei einen Wachmann getötet haben. Der Familienvater wurde von fünf Kugeln getroffen und starb noch am Tatort. Die Täter konnten mit dem Geldkoffer fliehen, in dem sich 242 000 Euro befanden.

Der Staatsanwaltschaft zufolge nahmen die Drei billigend in Kauf, dass ein Mensch getötet wird. Der Anklage nach hatten sich zwei der Beschuldigten hinter einem Gebüsch versteckt und kamen auf den Wachmann zu, als er den Koffer zu der Postfiliale bringen wollte. Der 53-jährige mutmaßliche Täter hatte sich am Eingang der Postfiliale postiert. Er war laut Anklage der Todesschütze. Das spätere Opfer soll noch seinen Revolver gezogen und in Richtung der Angreifer geschossen haben, bevor es selbst getroffen wurde.

Eine Kugel soll noch in der Schulter des 56-jährigen Angeklagten gesteckt haben, als er festgenommen wurde. Gegenüber der Polizei hat bisher nur der 53-Jährige ein Teilgeständnis abgelegt. Der Prozess soll bis Ende August dauern. (lee/ddp)

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