Prozess : Drogenhändler schoß auf Kunden

Wegen versuchten Mordes muss sich ein Dealer vor Gericht verantworten. Er wollte seinen Kunden das Geld abnehmen. Das potentielle Opfer konnte dem Schuss aus einer Maschinenpistole aber ausweichen.

Ein 28-jähriger mutmaßlicher Drogendealer muss sich wegen versuchten Mordes und Rauschgifthandels vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der angelernte Tischler soll im Juni bei einem Rauschgiftgeschäft in Kreuzberg gezielt auf den Kopf eines 24-Jährigen geschossen haben, um mit Drogengeldern fliehen zu können. Der Kunde blieb unverletzt, weil er dem Schuss ausweichen konnte.

Vor Gericht hat der in Polen geborene Deutsche zugegeben, mit dem 24-Jährigen und dessen Bruder Drogengeschäfte gemacht zu haben. Er räumte ein, rund 150 Gramm Marihuana an sie verkauft zu haben. Außerdem gab er zu, zu dem Treffen gegangen zu sein, um den Brüdern Geld abzunehmen, mit dem er eine eigene Marihuanaplantage aufbauen wollte. Letztlich habe ihn aber die "Angst überwältigt", und er habe kein Geld mehr gewollt, sagte er.

"Nur Wanrschuss auf den Boden gefeuert"

Der 28-Jährige bestritt jedoch, auf einen der Männer geschossen und den beiden 2000 Euro abgenommen zu haben. Er habe nur aus "Angst" einen "Warnschuss Richtung Boden abgefeuert", weil die Brüder mit Messern auf ihn zugekommen seien, als er sie mit der Maschinenpistole bedrohte. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt. (mit ddp)

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