Prozess : Fall von Kindesmissbrauch erneut vor Gericht

Ein 44-jähriger Mann aus Hellersdorf muss sich wiederholt vor dem Landesgericht Berlin verantworten. Der Vorwurf: sexueller Missbrauch in 19 Fällen. Er soll sich an dem Freund seines Sohnes vergangen haben.

BerlinDer sexuelle Missbrauch eines Jungen in 19 Fällen wird seit Dienstag erneut vor dem Landgericht Berlin verhandelt. Angeklagt ist ein 44-jähriger Mann, der wegen sexuellen Missbrauchs eines Freundes seines Sohnes von Februar 2004 bis März 2005 bereits vor einem Jahr zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden war. Dabei soll der Hausmann die Abwesenheit der anderen Familienangehörigen ausgenutzt haben, um sich in der Hellersdorfer Wohnung an dem Zehnjährigen zu vergehen.

Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil gegen den Vater zweier Kinder aufgehoben und an das Landgericht zurückverwiesen. Aus Sicht der Bundesrichter ist es möglich, dass sich der Junge an dem Vater seines Freundes habe "rächen" wollen, weil dieser ihn mehrfach aus der Wohnung geworfen hatte.

Der Angeklagte hatte die Vorwürfe von Anfang an bestritten. Er habe die Taten nicht begangen und wisse bis heute nicht, warum er belastet werde, sagte der 44-Jährige. Seinen Angaben nach war er niemals mit den Jungen allein. Er habe ihn aber mehrfach aus der Wohnung werfen müssen, weil der Junge sich an "gewisse Regeln" nicht gehalten habe. Silvester 2004 sei das Kind das letzte Mal zu Besuch bei ihnen gewesen.

Der Prozess wird am 12. August fortgesetzt.

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