Prozess : Gefängnis für betrügerischen Notar

Der Jurist scheiterte an seiner Gier: 3,7 Millionen Euro hatte Gordon K. als Notar und Treuhänder veruntreut. Das Landgericht verurteilte ihn zu viereinhalb Jahren Gefängnis.

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Der Jurist habe mit den Mandantengeldern Löcher gestopft, die durch eigene Immobiliengeschäfte entstanden waren, hatte der 42-Jährige zugegeben. Durch „Größenwahn und gnadenlose Selbstüberschätzung“ sei er in eine finanzielle Misere geraten. „Ich habe die Taten begangen, um meine Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden.“ 2,7 Millionen Euro stammten aus dem Vermögen einer Frau, deren Erbe er verwalten sollte.

Der Wilmersdorfer Rechtsanwalt plünderte zwei Jahre lang Mandantenkonten. Seine kriminelle Serie begann mit Beträgen, die ihm für die Sanierung einer Gesellschaft überwiesen worden waren. „Ich wollte das Geld eigentlich nur zur Überbrückung“, sagte der Angeklagte. 69 Fälle der Untreue stellten die Richter fest. „Es ist unvorstellbar, wie ich so viel Unsinn habe anstellen können“, zeigte sich K. selbstkritisch. Seine Kanzlei ist zu, seinen Notartitel hat er verloren, die Zulassung als Anwalt zurückgegeben. Um den Schaden auszugleichen, setzte er bereits Autos und Immobilien ein.

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