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Prozess gegen Vater aus Reinickendorf : Sohn hinterrücks mit dem Hammer erschlagen

14.01.2012 00:00 Uhrvon
Blick in den Keller des Reinickendorfer Wohnhauses. In einem dieser Kellerabteile lag die Leiche des zwölfjährigen Jungen. Foto: dpaBilder
Blick in den Keller des Reinickendorfer Wohnhauses. In einem dieser Kellerabteile lag die Leiche des zwölfjährigen Jungen. - Foto: dpa

Ein 35-jähriger Mann aus Reinickendorf steht vor Gericht, weil er seinen zwölfjährigen Sohn mit dem Hammer erschlagen haben soll. Der Mann schwieg in dem Prozess um die unfassbare Tat.

Sie hielt die Begegnung im Gerichtssaal aus, um Antwort auf ihre drängendste Frage zu erhalten. Warum hat er Julien, ihren und seinen Sohn, erschlagen? Der zwölfjährige Junge war in ein Computerspiel vertieft, als Birk D. laut Anklage zuschlug. Hinterrücks mit einem Hammer. Der 35-jährige Vater aber schwieg am Freitag im Mordprozess. Zu groß sei ihm das Auditorium, sagte sein Verteidiger. „Das schaffe ich nicht“, soll D. zuvor gestöhnt haben. Die Mutter schluckte.

Birk D. muss sich wegen Mordes verantworten. Heimtückisch soll er am 18. April 2011 seinen Sohn getötet haben.

Er hatte in früheren Vernehmungen die Tötung gestanden. Als Motiv soll der seit Jahren arbeitslose D. generelle Unzufriedenheit mit dem Leben genannt haben. Er sei davon ausgegangen, dass seine Kinder genauso traurig seien wie er. Ursprünglich habe er erst Sohn und Tochter, dann sich selbst umbringen wollen. Schwere Depressionen, an denen er gelitten haben will, soll ein Gutachter jedoch nicht festgestellt haben.

Es waren Ferien. Julien und seine zehnjährige Schwester übernachteten bei ihrem Vater in Reinickendorf. Ihre Eltern hatten sich vor Jahren getrennt. Die Kinder wohnten bei der Mutter in Spandau. „Sie mochten ihren Vater“, sagte am Rande des Prozesses die Anwältin der Mutter, die als Nebenklägerin auftritt. D. galt als liebevoller Vater. In seinem Leben sei es zwar auf und ab gegangen, aber er habe sich wieder gefangen. Der Kontakt zu den Kindern sei in den letzten zwei Jahren immer besser geworden.

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