Prozess : Harald Ehlert sieht sich als Opfer

Harald Ehlert wartete als Angeklagter fünf Wochen mit seiner Aussage. Was er zu sagen hatte in dem Prozess um Steuerhinterziehung füllte dann einen Ordner.

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Harald Ehlert sagte, er habe stets auf Seriosität seines Handelns geachtet und viele Dinge mit einem gewissen Talent erreicht, sagte der Ex-Chef der Treberhilfe. Allerdings hätte er dem Thema Dienstwagen mehr Aufmerksamkeit schenken müssen. Sollte es da zu Fehlern gekommen sein, tue es ihm leid. „Der Maserati war keine Anschaffung zu meinem Vergnügen“, sagte er.

Ehlert, Gründer und langjähriger Geschäftsführer des Sozialdienstleisters, soll den Fiskus um Einkommens- und Lohnsteuern betrogen haben. Zudem hätte die Treberhilfe aus Sicht der Ermittler den Status der Gemeinnützigkeit wegen der Luxuswagen bereits 2007 verlieren müssen. Zu Unrecht seien Steuern in Höhe von 568 000 Euro nicht gefordert worden. Ehlert aber sieht sich als Opfer. Viele Mutmaßungen über ihn seien verbreitet worden, es sei ein „Zerrbild“ entstanden. Er kündigte an, dass er „vieles erklären wird, was mit der Branche zusammenhängt“. Der Prozess geht am 18. Oktober weiter.

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