Prozess : Mann nach Raubserie vor Gericht

Vier Tankstellen und ein Tabakgeschäft soll ein Mann Mitte dieses Jahres in Berlin überfallen haben. Nun muss sich der 24-jährige dafür vor Gericht verantworten.

Wegen schweren Raubes und räuberischer Erpressung muss sich seit Montag ein 24-jähriger Mann vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der Paketzusteller ist angeklagt, zwischen Mitte April und Anfang Mai dieses Jahres vier Tankstellen und ein Tabakgeschäft in Mariendorf und Neukölln überfallen und dabei rund 3300 Euro erbeutet zu haben.

Dabei soll er Angestellte mit einem Messer bedroht und sie gezwungen haben, sich auf den Boden zu legen und dann das Geld aus der Kasse entwendet haben. Vor Gericht war der Angeklagte geständig. Er räumte die Taten ein und gab zu, jeweils solange gewartet zu haben, bis „keine Leute mehr im Laden waren“.

„Ich wollte das Messer aber nicht benutzen. Es war nur zur Abschreckung“, betonte er. Es tue ihm leid, was er den Leuten angetan habe, aber er sei nicht Herr über sich selbst gewesen. Seinen Angaben zufolge beging er die Taten, weil er Geld für Drogen brauchte. Mit dem restlichen Geld sei er ins Spielcasino gegangen.

Der Prozess ergab, dass er zu Beginn der Raubserie seinen Job als Paketzusteller verloren hatte, weil er unter Drogeneinfluss Auto gefahren war. Der Angeklagte kündigte an, sich bei den Opfern persönlich entschuldigen zu wollen. Der Prozess wird am 25. August mit Zeugenvernehmungen fortgesetzt. (ddp)

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