Prozess : Mann wegen Messerattacke vor Gericht

Ein 29-Jähriger muss sich seit heute wegen versuchten Mordes vor dem Berliner Landgericht verantworten. Nachdem er in einer Kneipe einen Schlag ins Gesicht bekam, soll er in angetrunkenem Zustand mit einem Messer auf sein Opfer losgegangen sein.

BerlinLaut Anklage hat der Mann am 1. Mai dieses Jahres vor einem Reinickendorfer Lokal versucht, einen Kneipenbesucher aus Rache für einen zuvor erhaltenen Faustschlag zu töten. Mit seinem Taschenmesser soll er siebenmal auf das Opfer eingestochen haben, als dieses die Gaststätte verließ. Der Mann erlitt Verletzungen an Brust und Schulter. Er konnte nur durch die sofortige Hilfe eines Notarztes gerettet werden.

Zu Prozessbeginn hat sich der Angeklagte darauf berufen, betrunken gewesen zu sein und keine Erinnerung an den Vorgang zu haben. Erst bei der Festnahme zehn Tage später habe er erfahren, dass er jemanden verletzt habe. Eigenen Angaben zufolge war er ziemlich betrunken und wollte eigentlich nach Hause. Er sei dann aber "leider noch in dieses Café gegangen, wo meistens Rocker verkehren".

"Ich weiß noch, dass ich dort geschlagen wurde von einem großen kurzhaarigen Blonden", sagte der Angeklagte. Er habe geblutet und sein Auge sei geschwollen gewesen. An mehr könne er sich nicht erinnern. Der Prozess wird am 19. November fortgesetzt. (mit ddp)

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