Prozess : Randale um Liebigstraße 14: Neuer Freispruch

Auch der zweite Prozess um die Ausschreitungen nach der Räumung des besetzten Hauses in der Liebigstraße 14 endet mit einem Freispruch. Einem 23-Jährigen war ein Flaschenwurf auf Polizeibeamten nicht nachzuweisen.

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Berlin - Ein Flaschenwurf war dem 23-Jährigen nicht nachzuweisen. Damit endete auch der zweite Prozess um Ausschreitungen im Zusammenhang mit der Räumung des besetzten Hauses Liebigstraße 14 mit Freispruch. Eine Polizistin war einzige Zeugin in dem Verfahren gegen einen Mann aus Wedding. Sie will beobachtet haben, wie der Angeklagte „eine Flasche in Richtung der vor ihm stehenden Beamten warf“. Die geschilderte Flugbahn aber ließ die Zweifel wachsen. „So kann es nicht gewesen sein“, urteilte das Gericht am Donnerstag. Es ging um eine jener Anklagen, die wenige Tage nach den Krawallen vorlagen. Zum ersten Prozess um die Liebigstraße war es nur sieben Wochen nach der Räumung des linksalternativen Wohnprojektes Anfang Februar gekommen. In dem Verfahren gegen einen 36-Jährigen hatten mehrere Polizisten ihn als mutmaßlichen Steinewerfer belastet. Die Angaben der Beamten aber waren widersprüchlich. K.G.

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