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Prozess : Restaurantchef soll Kellnerin vergewaltigt haben

 18.06.2007 11:32 Uhr

Die 33-jährige Kellnerin beschuldigt den Angeklagten, sie im Keller der Gastwirtschaft vergewaltigt zu haben. Der Restaurantchef mutmaßt, dass es der Klägerin nur um "Geld gehen würde".

BerlinWegen Vergewaltigung einer Angestellten muss sich seit Montag ein 46-jähriger Restaurantbesitzer vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der Italiener soll die 33-jährige Kellnerin im April vergangenen Jahres im Keller seines Neuköllner Lokals eingesperrt und vergewaltigt haben. Laut Anklage drohte er ihr danach, sie zu "zerstören", wenn sie ihm "Probleme mit der Polizei mache". Die Geschädigte hatte sich dennoch einem Freund anvertraut, der gegen ihren Chef Anzeige erstattete.

Neben körperlichen Schmerzen soll die 33-Jährige seither auch unter massiven psychischen Problemen leiden.

Vor ihrer Zeugenaussage im Prozess musste die Frau daher von einer Krankenschwester betreut werden. Einem Antrag ihrer Anwältin folgend fand die Vernehmung des Opfers dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der Angeklagte hatte zuvor eine Vergewaltigung der Frau bestritten. Der 46-jährige Italiener mutmaßte, dass es der damals zur Probe angestellten Kellnerin nur um "Geld gehen würde". Seinen Angaben nach hatte ihm das Opfer in einem Gespräch anvertraut, bereits vergewaltigt worden zu sein. Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt.  (mit ddp)