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Prozess um Auto-Brandstiftung : Anklage legte Revision ein

Alexandra  R. wurde im ersten Prozess um politisch motivierte Auto-Brandstiftung in Berlin in der zweiten Instanz freigesprochen. Nun geht er in die dritte Runde.

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Nach dem erneuten Freispruch für die 22-Jährige Alexandra  R. legte die Staatsanwaltschaft Revision beim Kammergericht ein, bestätigte Justizsprecher Martin Steltner. Das Landgericht war in der vergangenen Woche zu dem Ergebnis gekommen, dass die Frau Opfer einer Verwechslung geworden sei.

Alexandra R. war im Mai 2009 festgenommen worden. Sie wurde verdächtigt, in  Friedrichshain drei Grillanzünder auf einen Reifen eines geparkten Mazda gelegt und angezündet zu haben. Hauptbelastungszeuge war ein Polizist, der sie in der Nähe des Autos gesehen haben will. Rund fünf Monate saß die Sympathisantin der linken Szene in Untersuchungshaft. Wie das Amtsgericht in der ersten Instanz hatte auch das Landgericht "ganz erhebliche Zweifel" an der Täterschaft der Frau. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten gefordert.

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