Prozessauftakt : 27-Jähriger wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht

Vor dem Berliner Landgericht hat der Prozess gegen einen Sexualstraftäter aus Marzahn-Hellersdorf begonnen. Der Mann soll insgesamt acht Mädchen auf dem Nachhauseweg von der Schule abgefangen und vergewaltigt haben.

BerlinWegen schweren sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung mehrerer Mädchen muss sich ein 27-Jähriger vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der Mann ist angeklagt, im Bezirk Marzahn-Hellersdorf zwischen November 2000 und Januar 2004 acht Schülerinnen auf dem Nachhauseweg von der Schule vor deren Wohnhäusern abgefangen, in den Keller gedrängt und dort missbraucht zu haben. In drei Fällen geht die Staatsanwaltschaft von Vergewaltigung aus.

Laut Anklage fiel der Beschuldigte seine Opfer von hinten an, als sie die Haustür aufschließen wollten. Dabei soll er die Mädchen mit einem Messer bedroht und nach der Tat im Keller eingesperrt haben. In zwei Fällen sei es beim Missbrauchsversuch geblieben. Eine Zwölfjährige habe ihrem Peiniger einen Ellenbogenstoß versetzen und fliehen können. In einem anderen Fall seien Hausbewohner auf die Schreie einer Zehnjährigen aufmerksam geworden, so dass der Täter die Flucht ergriffen habe.

Der Angeklagte trat im Februar 2004 eine dreijährige Haftstrafe wegen Betrugs an. Mittels einer DNA-Analyse wurde er ein Jahr später als Täter überführt. Zu Prozessbeginn gab er fünf der acht sexuellen Übergriffe zu. Er bereue, was er getan habe und schäme sich dafür, sagte der 27-Jährige. Er könne sich aber nicht erklären, wie es dazu gekommen sei. "Es war wohl so eine Art Aussetzer", sagte der Angeklagte. Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt. (mit ddp)

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