Prozessauftakt : 40-Jähriger wegen versuchter Tötung seiner Freundin angeklagt

Vor dem Berliner Landgericht muss sich ein 40-jähriger Mann wegen versuchten Totschlags und mehrfacher Misshandlung seiner Lebensgefährtin verantworten. Er soll sie schwer attackiert haben, weil sie ihm keine Zigarette geben konnte.

BerlinDer Mann soll versucht haben, im Juni dieses Jahres die Frau in ihrer Wohnung in Weißensee zu töten, in dem er sie wiederholt zum Teil bis zur Ohnmacht würgte. Der Mann war laut Anklage nachts betrunken von einer Feier nach Haus gekommen und hatte die 36-Jährige, weil sie ihm keine Zigarette geben konnte, geschlagen und getreten und ihr dabei 16 Ohrringe ausgerissen.

Danach habe er sie im Bad mit einem Duschschlauch solange gewürgt, bis sie bewusstlos wurde, heißt es in der Anklage weiter. Durch das Klopfen besorgter Nachbarn an der Wohnungstür soll der Mann kurzzeitig von seiner Lebensgefährtin abgelassen, sie aber wenige Zeit später im Wohnzimmer erneut gewürgt haben. Dabei habe er gedroht, dass sie jetzt sterben werde.

Erst als die Polizei die Wohnungstür aufbrach, soll der Angeklagte die 36-Jährige losgelassen haben. Bereits im Vorfeld kam es laut Staatsanwaltschaft wiederholt zu gewalttätigen Übergriffen auf die 36-Jährige. Dabei soll der Angeklagte sie nicht nur mit Fäusten und Füßen traktiert, sondern ihr wiederholt mit einem Dolch in den Oberschenkel gestochen haben. Zu Prozessbeginn hat sich der Angeklagte zu den Vorwürfen noch nicht geäußert. Das Verfahren wird nächsten Donnerstag fortgesetzt. (imo/ddp)

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