Prozessauftakt : Kneipengäste brutal verprügelt

Grundlos schlugen sie auf Kneipengäste ein. Ein Mann wollte helfen – jetzt ist er gelähmt. Die mutmaßlichen Täter müssen sich seit Mittwoch vor Gericht verantworten.

Berlin - Gegen die breitschultrigen Brüder hatten die Opfer keine Chance. In einer Kneipe in Hohenschönhausen sollen der 30-jährige Christopher F. und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Daniel F. grundlos auf drei andere Männer eingeschlagen haben. Ein 55-jähriger Metallarbeiter wurde bei der Prügelei so schwer verletzt, dass er dauerhafte Lähmungen der Beine davontrug. Seit Mittwoch müssen sich die Brüder vor Gericht verantworten.

Der Metallarbeiter Hans N. war an jenem Vormittag im Oktober 2006 mit seiner Ehefrau und einem befreundeten Paar unterwegs. Ihr Ziel war ein Flohmarkt. Die Männer aber langweilten sich bald und wollten kurz auf ein Bier in ein Lokal. Dort trafen sie laut Anklage auf die Brüder. Christopher F. soll den Freund von N. in den Schwitzkasten genommen haben. Der jüngere Bruder habe auf den Mann eingeschlagen. Als ein Angestellter des Lokals eingreifen wollte, trafen ihn Fausthiebe. Hans N. eilte ebenfalls zu Hilfe, ging aber nach einem Schlag zu Boden. Christopher F. soll einen Stuhl gepackt und damit so lange auf den bewusstlosen Mann eingeschlagen haben, bis das Möbel zerbrach.

Mit den Brüdern, die beide arbeitslos sind, mussten sich Polizei und Justiz bereits mehrfach befassen. Vor allem der Ältere soll immer wieder ausgerastet sein. Sieben Monate nach der Schlägerei in der Kneipe schlug er laut Anklage auf der Danziger Straße in Prenzlauer Berg einen 64 Jahre alten Mann grundlos nieder. Am 11. Februar werden sich die Brüder vermutlich zu den Vorwürfen äußern. K.G.

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