Prozessbeginn : LAN-Party entpuppte sich als Falle

Vier Jugendliche haben im April 2009 zu einer so genannten LAN-Party eingeladen - um den anderen Teilnehmern ihre Spielkonsolen zu stehlen. Seit Montag müssen sie sich vor dem Landgericht Berlin verantworten.

Den 20- bis 25-Jährigen, darunter eine Frau, wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr übers Internet Leute zu einer sogenannten LAN-Party eingeladen zu haben, um deren Spielkonsolen zu entwenden. Zwei junge Männer sollen auf diese Weise ausgeraubt worden sein.

Der Staatsanwältin zufolge waren die drei männlichen Angeklagten, darunter zwei Brüder, zum vereinbarten Treffen mit Schreckschusswaffe, Messer oder Pfefferspray erschienen, hatten die Opfer bedroht und ihnen Spielkonsolen, Mobiltelefone und Bargeld abgenommen. Die junge Frau soll die Geschädigten zuvor telefonisch zum Treffpunkt bestellt und die Mitangeklagten hingefahren haben.

Gleich zu Beginn des Prozesses waren die Angeklagten im Wesentlichen geständig. „Wir haben überlegt, wie wir schnell zu Geld kommen können. Da ist uns die Idee mit dem Internet gekommen“, sagte der 21-Jährige. Er gestand, am Computer alles dafür eingerichtet und die Leute angeschrieben zu haben. Gemeinsam mit den beiden Mitangeklagten, seinem Bruder und einem Freund, hätten sie die Opfer dann an einer Bushaltestelle erwartet. Dann sei alles alles ganz schnell gegangen. Der gleichaltrige Mitangeklagte habe nach der Tat die Sachen an sich genommen und verkauft, sagte er. Der Gewinn sei danach geteilt worden.

Der Prozess wird am 22. Dezember fortgesetzt. (dapd)

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