Prozesse : AUS DEM GERICHT

Bewährungsstrafe für Erstellung falscher Unfallgutachten

Eine frühere Kfz-Sachverständige ist am Montag wegen Betrugs zu einer Bewährungsstrafe von elf Monaten verurteilt worden. Die 41-jährige Frau wurde vor dem Landgericht schuldig gesprochen, zwischen 2003 und 2005 für einen Nachbarn in drei Fällen frühere Unfallschäden an dessen Autos verschwiegen und ihm überhöhte Wiederbeschaffungswerte bescheinigt zu haben. Dem Gericht zufolge verschwieg die Angeklagte die Vorschäden, damit die Versicherungen eine höhere Entschädigungssumme zahlten und sie eine höhere Vergütung erhielt. In zwei Fällen kam es tatsächlich zur Schadensbegleichung. Der Kfz-Versicherung entstand ein Schaden von insgesamt 7200 Euro. In einem weiteren Fall zahlte die Versicherung nicht, weil von einem fingierten Unfall ausgegangen wurde. Vor Gericht hatte die 41-Jährige über ihren Anwalt den Betrug pauschal gestanden. Strafmildernd wirkte sich zudem die lange Verfahrensdauer aus. Ihr Nachbar war bereits im August wegen einer Serie von provozierten Unfällen zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. ddp

Rapper wegen Gewalttexten zu 8400 Euro Geldstrafe verurteilt

Ein Rapper aus Tempelhof ist wegen Gewaltdarstellung und Verbreitung von Gewaltpornografie zu einer Geldstrafe von 8400 Euro verurteilt worden. Der 31-Jährige mit dem Künstlernamen „Frauenarzt“ hatte 2006 zwei inzwischen verbotene CDs produziert, bei denen Frauen zum Objekt brutaler Gewalt erniedrigt werden. In seiner Wohnung wurden auch CDs mit Gewalttexten anderer Interpreten sichergestellt. Vor dem Amtsgericht gab er die Vorwürfe zu und kündigte ein neues Album mit Party-Musik an. K.G.

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