Randale in Friedrichshain : Mutmaßliche Linksextremisten zünden Barrikaden an

Maskierte haben in der Nacht zu Freitag Barrikaden in Friedrichshain auf der Straße angezündet. Die mutmaßlichen Linksextremisten hinterließen ein Selbstbezichtigungsschreiben.

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Kurz nach zwei Uhr hielt ein Autofahrer eine Funkstreifenbesatzung an der Einmündung Neue Bahnhof- Ecke Weserstraße an und sagte, dass er an der Kreuzung Neue Bahnhof- Ecke Boxhagener Straße mehrere schwarz gekleidete, maskierte Menschen beobachtet habe, die Paletten, diverses Baumaterial und zwei Mülltonnen auf der Fahrbahn in Brand gesetzt hatten. Als die Beamten am Ort eintrafen, waren die Täter bereits entkommen.

Die Flammen wurden von den Polizisten mit einem eigenen Feuerlöscher erstickt. Bei der weiteren Absuche mit Polizeiverstärkung wurden an einem Einsatzfahrzeug in Tatortnähe, an der Einmündung Weserstraße/Jessnerstraße, zwei Reifen von ausgelegten Krähenfüßen - also Metallspitzen - zerstört.

Am Tatort hatten die Unbekannten laut einem Ermittler ein Selbstbezichtigungsschreiben hinterlassen, in dem gefordert wurde: "Freiheit für Tobias. Freiheit für alle Gefangenen. Freiheit für Anarchie!". Mit Ersterem ist der 25-jährige Tobias P. gemeint, der seit September wegen des Verdachts der Autobrandstiftung in U-Haft sitzt.
Der Staatschutz ermittelt.

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