Raser in Mitte : Straßenrennen von Polizei gestoppt

"Offizielles Blitzertestfahrzeug" stand auf einem Aufkleber, der an dem BMW statt einem Kennzeichen angebracht war.

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"Geprüftes Hochleistungsfahrzeug" und "Offizielles Blitzertestfahrzeug" stand auf zwei Aufklebern, die an dem BMW angebracht waren. Foto: Polizei Berlin
"Geprüftes Hochleistungsfahrzeug" und "Offizielles Blitzertestfahrzeug" stand auf zwei Aufklebern, die an dem BMW angebracht...Foto: Polizei Berlin

Ein Auto- und ein Motorradfahrer lieferten sich am Sonntag Abend auf der Karl-Marx-Alle ein illegales Straßenrennen. Die beiden 22-Jährigen Fahrer, die mit einem BMW und einer Suzuki unterwegs waren, wurden mit 103 km/h von der Polizei erwischt. Sie waren gegen 21 Uhr vom Strausberger Platz in Richtung Alexanderplatz unterwegs und stachelten sich wohl gegenseitig an immer schneller zu fahren.

Der Motorradfahrer konnte, nachdem seine Personalien aufgenommen wurden, seine Fahrt fortsetzen. Ihn erwarten wegen der Teilnahme an einem illegalen Rennen ein Bußgeld in Höhe von 400 Euro und zwei Punkte. Außerdem muss er für einen Monat seinen Führerschein abgeben.

Wagen mit provokanten Aufklebern sichergestellt

Der Fahrer des BMW 330 Ci musste zu Fuß nach Hause gehen. Der Wagen war tiefergelegt und die hinteren Reifen schleiften an den Radkästen. Außerdem waren statt des vorderen Kennzeichen zwei Aufkleber an dem Wagen angebracht: "Geprüftes Hochleistungsfahrzeug" und "Offizielles Blitzertestfahrzeug". Der Wagen wurde für ein technisches Gutachten sichergestellt.

Obwohl der Besitzer des Autos in Berlin wohnt, ist das Fahrzeug in Polen gemeldet. Darum kommt auf den aus Polen stammenden Mann nun auch eine Strafanzeige wegen Steuerverstoßes zu. Außerdem wurde der 22-jährige Autofahrer wegen eines nicht bezahlten Bußgeldes mit einem Vorführbefehl gesucht.

Nach dem tödlichen Raser-Unfall auf der Tauentzienstraße im vergangenen Februar, geht die Polizei nun verstärkt gegen illegale Straßenrennen vor.

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